Adenauer holte sowjetische Handelsmission nach Honnef

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HWZ vom 26.10.1957

Bad Honnef – Angesichts des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine sehnt man sich schon beinahe an die früheren Zeiten der Sowjetunion zurück. Obwohl die ebenfalls konfliktbehaftet waren und es Augenblicke gab, wo es um Krieg und Frieden ging. 

Nach Stalins Tod, in dessen Fußstapfen nun offensichtlich Putin tritt, war seit 1953 Nikita Chruschtschow Erster Sekretär der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) und ab 1958 auch Regierungschef.

Somit war er Chruschtschow Chef der russischen Handelsmission, die sich seit 1956 in Bad Honnef befand – abgeschirmt in der Kreuzweidenstraße, in einer Villa im rückwertigen Gelände der ehemaligen Baufirma Putsch. Das rief jetzt Heimatforscher Martin Maus in Erinnerung.

Laut eines Zeitungsberichts stand für die damaligen Mitarbeiter der Handelsmission Honnef für das Siebengebirge und das verglichen sie als schöne Landschaft mit dem Ural.

Die Handelsmission wurde auf Initiative von Bundeskanzler Adenauer in Honnef eingerichtet, später wechselte sie auf die andere Rheinseite nach Remagen.

Martin Maus: „Damals konnte man sich wohl auf ein gegebenes Wort aus Russland und deren Präsidenten noch verlassen!“

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