Bad Honnef. Der Mucherwiesenweg ist – neben der Schmelztalstraße (L 144) – die wichtigste Verbindung für den Radverkehr zwischen Tal- und Bergbereich in Bad Honnef. Doch der Zustand der Strecke gibt nach Ansicht des ADFC derzeit Anlass zur Sorge. In einer aktuellen Pressemitteilung fordert der Verband eine zeitnahe Instandsetzung sowie eine grundlegende Verbesserung der Entwässerung.
Die alternative Route entlang der Schmelztalstraße gilt aufgrund hoher Verkehrsbelastung, kurviger Führung und teils unübersichtlicher Abschnitte als besonders gefährlich für Radfahrende. Zwar haben die Stadt Bad Honnef und das Land Nordrhein-Westfalen eine Planungsvereinbarung für einen Radweg entlang der Landesstraße geschlossen. Angesichts der komplexen Streckenführung, naturschutzfachlicher Konflikte im FFH-Gebiet und absehbar hoher Kosten sei jedoch nicht mit einer kurzfristigen Realisierung zu rechnen, so der ADFC. Eine spürbare Entlastung für den Radverkehr sei daher kurz- und mittelfristig nicht in Sicht.

Umso größere Bedeutung komme dem Mucherwiesenweg durch das Mucherwiesental zu. Dieser sei in den vergangenen Jahren durch Rückearbeiten im Wald an vielen Stellen erheblich beschädigt worden. Die Oberfläche sei teilweise so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass Radfahrende stellenweise absteigen müssten.
Besonders kritisch bewertet der ADFC ein aktuelles Sicherheitsproblem: Selbst zwei Wochen nach ausbleibendem Niederschlag trete an mehreren Stellen weiterhin Sickerwasser aus dem Hang aus und laufe über den Weg. Offenbar könne das Wasser infolge der Bodenverdichtungen durch die Forstarbeiten nicht mehr seitlich abfließen. In Frostperioden steige dadurch das Risiko von Eisbildung und Sturzunfällen erheblich.
Der Verband fordert deshalb neben der Beseitigung der Oberflächenschäden vor allem die Wiederherstellung einer funktionsfähigen Entwässerung. Zudem müsse der Ausbau konsequent über den Abschnitt am Forsthaus Servatius hinaus bis zum Kreisverkehr am EDEKA in Himberg fortgeführt werden. Nur so könne eine durchgängige und alltagstaugliche Verbindung zwischen Tal- und Bergbereich entstehen.
Sollte der Beginn der Landstraße in diesem Bereich kurzfristig im Naturschutzgebiet liegen, seien Lösungen erforderlich, die sowohl den naturschutzrechtlichen Anforderungen gerecht würden als auch eine sichere Führung des Radverkehrs ermöglichten.
Besondere Bedeutung erhält die Forderung auch dadurch, dass der Mucherwiesenweg im Radverkehrsnetz NRW verankert und im offiziellen Beschilderungskataster geführt ist. Daraus, so der ADFC, ergebe sich ein klarer Anspruch an Zustand, Nutzbarkeit und Verkehrssicherheit dieser wichtigen Verbindung.










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