Bad Honnef. Fast neun Monate nach der Übernahme des ehemaligen Standorts der IU Internationalen Hochschule in Bad Honnef durch die Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft gibt es weiterhin keine konkreten Aussagen zur zukünftigen Nutzung des Campus.
Am 1. Oktober 2025 hatte die IU Internationale Hochschule den Standort Bad Honnef an die Alanus Hochschule übergeben. Die Studierenden der IU werden noch bis zum 30. September 2026 am Campus betreut. Damals zeigte sich die Alanus Hochschule optimistisch. „Wir freuen uns sehr über diesen fantastisch ausgebauten Campus!“, erklärte Geschäftsführer Michael Schröder bei der Übernahme. Die Hochschule gewinne dadurch „spannende neue Entwicklungsmöglichkeiten“. Bis zum Auszug der IU werde an einem „tragfähigen und zukunftsorientierten Konzept“ für den Standort gearbeitet.
Seit dieser Ankündigung ist über die Zukunft des Campus allerdings kaum etwas bekannt geworden. Auch die Fraktion von VOLT wollte in der jüngsten Sitzung des Planungsausschusses erfahren, wie der aktuelle Sachstand ist – erhielt jedoch keine konkreten neuen Informationen.
Honnef heute fragte deshalb direkt bei der Alanus Hochschule nach und wollte unter anderem wissen, wie verbindlich die frühere Aussage zur Sicherung der Weiternutzung des Gebäudekomplexes sei, ob ein Umzug von Alfter nach Bad Honnef oder mit Bad Honnef die Einrichtung eines zusätzlichen Standorts geplant sei und ob es innerhalb der Hochschule oder der Studierendenschaft Widerstand gegen einen möglichen Umzug gebe.
Die Antwort der Hochschule fällt zurückhaltend aus: „Derzeit befassen sich der Senat – das höchste akademische Gremium der Hochschule – und die Hochschulleitung intensiv mit der strategischen und inhaltlichen Weiterentwicklung der Hochschule. Dazu gehört auch die Erarbeitung eines tragfähigen Konzepts für den Standort Bad Honnef.“
Konkrete Angaben zur künftigen Nutzung des Campus, zu möglichen Studienangeboten in Bad Honnef oder zu einem Zeitplan machte die Hochschule nicht. Auch zu möglichen hochschulinternen Diskussionen oder Widerständen äußerte sie sich nicht.
Sobald Entscheidungen vorliegen, sollen diese öffentlich bekanntgegeben werden.










