Bad Honnef/Bonn. Studierende der Alanus Hochschule haben drei großformatige Wandbilder für das Physikalische Institut der Universität Bonn gestaltet. Die Motive greifen Themen der Teilchenphysik auf – darunter Detektoren, Teilchenbahnen und Schrödingers Katze.
Drei Wände, kräftige Farben und jede Menge Teilchenphysik: Studierende der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft haben im neuen Rotationsgebäude der Universität Bonn in Poppelsdorf ein ungewöhnliches Kunstprojekt umgesetzt. Vom 18. bis 20. September entstanden dort großformatige Wandmalereien für das Physikalische Institut und den Exzellenzcluster „Color meets Flavor“.
Ausgangspunkt war die Frage, wie sich komplexe Forschung künstlerisch sichtbar machen lässt. Dafür beschäftigten sich Studierende aus den Studiengängen Bildende Kunst und Kunst-Pädagogik-Therapie zunächst mit Teilchen- und Beschleunigerphysik. Anschließend entwickelten sie ein gemeinsames Konzept für die Gestaltung des Treppenhauses.
Für die Umsetzung wurde schließlich ein Entwurf des Kunst-Pädagogik-Therapie-Studenten Tobias Nestle ausgewählt. Die Motive zeigen unter anderem Bestandteile von Teilchendetektoren, Menschen in Bewegung und Schrödingers Katze – eine Anspielung auf das bekannte Gedankenexperiment des Physikers Erwin Schrödinger.

Auch die Farbgestaltung nimmt Bezug auf die Universität Bonn. Blau und Ocker dominieren die Wandbilder, schwarze Konturen sorgen für eine grafische Wirkung.
Nach Angaben der Alanus Hochschule entstand das Projekt auf Initiative des Physikers Philip Bechtle vom Physikalischen Institut. Das Institut ist derzeit wegen der Sanierung seines Gebäudes an der Nussallee im Rotationsgebäude untergebracht. Die Wandgestaltung sollte nach Darstellung der Beteiligten einen Bezug zur Forschung herstellen und gleichzeitig den bislang eher funktionalen Räumen eine künstlerische Note geben.
Für die Studierenden bedeutete das Projekt zugleich den Schritt aus dem Atelier in den öffentlichen Raum. „Es geht auch um die wichtige Erfahrung, in einem großen Maßstab zu malen“, wird die künstlerische Mitarbeiterin Fabienne Margue von der Alanus Hochschule zitiert. Unterstützt wurde die Gruppe bei der praktischen Umsetzung von Oliver Hollatz.
Die Zusammenarbeit zwischen der Alanus Hochschule und der Universität Bonn ist nicht neu. Bereits zu Themen der Quantenphysik und Biomedizin entstanden gemeinsame Kunstprojekte. Mit den Wandbildern im Rotationsgebäude kommt nun die Teilchenphysik hinzu.
Im kommenden Jahr verlagert die Alanus Hochschule die Angebote ihrer Standorte nach Bad Honnef.










