Bad Honnef – Die Sanierung der drei denkmalgeschützten Gebäude auf dem Alten Friedhof bleibt vorerst ein Projekt in Etappen. An der Aussegnungshalle haben inzwischen Arbeiten begonnen, die Weyermann-Kapelle soll mit einem dauerhaften Wetterschutz gesichert werden. Beim Röder-Mausoleum wird zunächst weiter geplant. Grund ist vor allem die weiterhin ungeklärte Finanzierung der umfassenden Sanierung.
Wie die Stadt in einer Vorlage für den Planungsausschuss mitteilt, wurden die Kosten für die ursprünglich geplante Sanierung inzwischen von rund 709.000 auf etwa 1,023 Millionen Euro aktualisiert. Die Stadt hatte bereits 2024 eine Sicherung des bestehenden Zustands als zunächst umsetzbare Variante beschlossen.
An Fördermitteln sind bislang 306.960 Euro Landesmittel bewilligt. Ein Antrag auf Bundesmittel über 511.600 Euro wurde im Februar 2026 erneut abgelehnt und soll wieder gestellt werden. Wegen der unsicheren Fördersituation hatte die Stadt bislang auf umfangreichere Arbeiten verzichtet, um einen förderschädlichen Baubeginn zu vermeiden.
Arbeiten an der Aussegnungshalle
An der Aussegnungshalle soll zunächst die Gebäudehülle wiederhergestellt werden. Geplant sind unter anderem die Erneuerung von Dachstuhl, Dachentwässerung und Ziegeleindeckung sowie Fassaden- und Fensterarbeiten.
Die derzeitige Kostenschätzung liegt bei rund 46.700 Euro. Nach Abschluss soll der bisherige Wetterschutz an der Fassade entfallen. Dadurch könnten monatlich etwa 950 Euro laufende Kosten eingespart werden. Mit den Arbeiten wurde bereits begonnen.
Beim Röder-Mausoleum besteht weiterhin erheblicher Sanierungsbedarf. Problematisch ist insbesondere der dauerhafte Wassereintritt über die Kelleraußenwände. Die weitere Planung übernimmt das bereits beauftragte Büro Schwab | Lemke. Weil das Mausoleum als kostenintensivstes Teilobjekt gilt, will die Verwaltung zunächst die Entscheidung über weitere Fördermittel abwarten.
Für die Weyermann-Kapelle ist ein dauerhafter Wetterschutzverschlag aus Holz vorgesehen. Er soll das Gebäude vor weiterem Verfall schützen und Passanten vor herabfallenden Bauteilen sichern. Die Kosten werden auf rund 25.000 Euro geschätzt. Im Gegenzug könnten die derzeitigen Gerüstkosten von etwa 2.300 Euro monatlich entfallen. Auch mit dieser Maßnahme wurde bereits begonnen.
Auch die Freiflächen des Alten Friedhofs sollen aufgewertet werden. Vorgesehen sind neue barrierearme Wege, zusätzliche Sitzgelegenheiten, klimaresiliente Begrünung und ein Regenwassermanagement. Für die Maßnahme stehen in diesem Jahr noch 70.000 Euro sowie 350.000 Euro für 2027 und 2028 zur Verfügung.
Nach weiteren Abstimmungen mit den Fördermittelgebern sollen Kosten, Finanzierung und Zeitplan der Gesamtmaßnahme aktualisiert und dem Planungsausschuss erneut vorgelegt werden.










Warum muss man da so viel Geld reinstecken? Abreißen und gut ist.