Bad Honnef. Das Abwasserwerk der Stadt Bad Honnef startet eine der größten Infrastrukturmaßnahmen der kommenden Jahre: Am unteren Ende der Girardetallee entsteht ein neues Abschlagsbauwerk mit Kanälen und zwei Einleitungsstellen in den Rhein. Die Bauzeit beträgt rund 20 Monate.
Der Großteil der Arbeiten erfolgt unterirdisch. Mit speziellen Vortriebsmaschinen werden neue Kanalleitungen entlang und unter der B 42, der Bahnstrecke sowie den Straßenbahngleisen bis zum Rheinufer verlegt. Das zentrale Bauwerk in der Girardetallee misst rund 35 Meter in der Länge, 15 Meter in der Breite und 8 Meter in der Tiefe.
Ziel der Maßnahme ist es, bei Starkregen überschüssiges Wasser künftig sicher in den Rhein abzuleiten. Bislang wurde das Wasser in den Ohbach eingeleitet, der für solche Mengen nicht mehr ausgelegt ist. Damit setzt die Stadt auch strengere Umweltvorgaben zum Gewässerschutz um.
Die vorbereitenden Arbeiten sind bereits abgeschlossen. Flächen wurden freigemacht, Bäume und Gehölze unter ökologischer Begleitung entfernt. Zudem wurde ein leerstehendes Gebäude in der Straße „Am Spitzenbach“ abgerissen, um den Zugang zur Baustelle zu ermöglichen.
Mit der Umsetzung wurde die Sonntag Baugesellschaft mbH & Co. KG aus Dörth beauftragt, die in Bad Honnef bereits mehrere Projekte erfolgreich realisiert hat.
Für Anwohnerinnen und Anwohner bedeutet die Baumaßnahme vor allem in der Girardetallee und in der Straße „Am Spitzenbach“ Einschränkungen. Dort ist mit Baustellenverkehr und Baulärm zu rechnen. Die Girardetallee wird im unteren Bereich (ab Hausnummer 16) vollständig gesperrt – auch für Fußgänger und Radfahrer.
Ein weiterer Baustellenbereich entsteht am Rheinufer zwischen dem Vereinsheim des Honnefer Wassersportvereins und der Rheinpromenade 15. Für die unterirdischen Arbeiten wird dort vorübergehend Erdreich aufgeschüttet, das nach Abschluss wieder entfernt wird.
Der Baustellenverkehr erfolgt über den Fußweg entlang der Straßenbahnlinie, der daher zeitweise gesperrt wird. Anlieger können die Strecke weiterhin nutzen. Die Sperrungen sollen auf die tatsächlichen Bauzeiten beschränkt bleiben.
Nach Abschluss der Arbeiten sind umfangreiche Ausgleichsmaßnahmen geplant. Neben Ersatzpflanzungen wird am Rheinufer ein neuer Hartholz-Auenwald angelegt. Die ökologischen Maßnahmen werden fachlich begleitet und behördlich überwacht.
red/Stadt Bad Honnef










