Bad Honnef. Die Bad Honnefer Bäder haben das Wirtschaftsjahr 2025 mit einem Jahresüberschuss von rund 43.900 Euro abgeschlossen. Im Vorjahr waren noch knapp 168.800 Euro Überschuss erzielt worden. Gleichzeitig blieb der Umsatz des Freizeitbads mit rund 356.300 Euro nahezu auf dem Vorjahresniveau.
Das geht aus dem Jahresabschluss und Lagebericht der Bad Honnefer Bäder für 2025 hervor. Der Abschlussprüfer erteilte einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.
Weniger Besucher im Freibad
Im Freibad wurden in der Saison 2025 insgesamt 59.131 Besuche gezählt. Damit lag die Zahl unter dem Vorjahreswert von 60.980. Pro Öffnungstag kamen durchschnittlich 432 Badegäste. Besonders stark war der Juni mit 23.515 Besuchen, gefolgt vom August mit 17.790.
Die geringeren Einnahmen aus dem operativen Freibadbetrieb werden im Bericht unter anderem mit den niedrigeren Besucherzahlen erklärt. Gleichzeitig stiegen mehrere Kostenpositionen. Der Materialaufwand lag bei rund 458.300 Euro, der Personalaufwand bei rund 451.300 Euro.
Auch das Hallenbad war 2025 zeitweise eingeschränkt: Wegen technischer Störungen musste es fünf Wochen geschlossen werden. Die Einnahmen aus dem Hallenbad beliefen sich auf rund 149.700 Euro.
Investitionen von knapp 300.000 Euro
Trotz des deutlich niedrigeren Überschusses investierten die Bad Honnefer Bäder 2025 rund 295.000 Euro. Dazu gehörten unter anderem eine Wärmepumpe, eine Tauchpumpe, eine Erweiterung der Warmwasseraufbereitung, eine Photovoltaikanlage sowie Maßnahmen zur Umwandlung des Badebetriebs in Richtung einer effizienteren Energieversorgung.
Für 2026 erwartet die Betriebsleitung beim Freibad einen Umsatz von rund 287.000 Euro. Beim Hallenbad werden Einnahmen von rund 168.000 Euro prognostiziert. Als Problem nennt der Bericht unter anderem den Personalmangel, der bereits 2025 zu verkürzten Öffnungszeiten geführt hatte und auch 2026 Auswirkungen haben könnte.
Eine wichtige finanzielle Stütze bleiben die Erträge aus der Beteiligung an der BHAG. 2025 flossen daraus 1,196 Millionen Euro an die Bad Honnefer Bäder. Ohne diese jährlichen Erträge wäre die wirtschaftliche Situation des Bäderbetriebs deutlich schwieriger.
Der Jahresüberschuss von 43.857,58 Euro soll nach dem Vorschlag der Betriebsleitung an den städtischen Haushalt abgeführt werden.











Die Kunden der BHAG werden den Fehlbetrag durch zusätzlichen Verbrauch von Gas, Wasser und Strom sicher gerne ausgleichen.
Hallo Willi,
es ist kein FEHLBETRAG erirtschaftet worden, sondern ein geringerer Überschuss von nur 43.857,58….
lg
Anja
Hallo Anja,
dann ziehen Sie von dem Mini-Überschuss einmal die 1,2 Mio. Euro ab, die aus der Beteiligung an der BHAG kommen, und die bei den Bädern nichts zu suchen haben. Was haben Sie dann? Einen Fehlbetrag von über 1,1 Mio. Euro oder knapp 20 Euro pro Badegäste.
Und wer bezahlt dann also den Betrieb der Bäder ganz überwiegend? Richtig: Nicht die Schwimmbadbesucher, sondern alle Kunden der BHAG über zu hohe Preise für Gas, Strom und Wasser.