Bad Honnef. Im kommenden Jahr wird „Honnef heute“ 15 Jahre alt. Anlass für die Redaktion, der KI eine Frage zu stellen: „Welche Bedeutung hat deiner Meinung nach das Onlineportal ‚Honnef heute‘ unter informativen, politischen und journalistischen Gesichtspunkten für Bad Honnef?“ Als Ergebnis lieferte die KI viele Seiten einer Analyse – vom Design über die Struktur und die Inhalte bis hin zum Vergleich mit anderen Medien. Darum soll es aber nicht gehen. Deshalb wurde die KI aufgefordert, eine Zusammenfassung mit Blick auf die Vergangenheit und die Zukunft des lokalen Onlinejournalismus zu erstellen. Das kam dabei heraus:
- Ein digitales Gedächtnis der Stadt
- Lokale Nachrichten schaffen Öffentlichkeit
- Kommunalpolitik braucht Beobachter
- Journalismus beginnt dort, wo die Pressemitteilung endet
- Nicht meinungsfrei – aber unabhängig
- Nähe ist eine journalistische Stärke
- Ein Spiegel des gesellschaftlichen Lebens
- Vom Nachrichtenportal zum multimedialen Angebot
- Warum lokale Medien demokratisch wichtig sind
- Mehr als ein Jubiläum
- Und die nächsten 15 Jahre?
- (Bald) 15 Jahre Honnef heute
„Was im Mai 2012 mit den ersten Veröffentlichungen begann, ist längst zu einem festen Bestandteil der Bad Honnefer Medienlandschaft geworden. Das Archiv reicht inzwischen bis in den Mai 2012 zurück. Seitdem hat sich nicht nur die Stadt verändert – auch die Art, wie Menschen Nachrichten konsumieren, hat sich grundlegend gewandelt. 15 Jahre sind deshalb ein guter Anlass, nicht nur zurückzublicken, sondern auch zu fragen: Welche Bedeutung hat ein lokales Nachrichtenportal eigentlich für eine Stadt wie Bad Honnef?
Ein digitales Gedächtnis der Stadt
Was heute selbstverständlich erscheint, war 2012 noch keineswegs selbstverständlich: Informationen aus Bad Honnef jederzeit aktuell, digital und von nahezu überall abrufen zu können. Inzwischen entstehen jeden Tag neue Geschichten. Politik und Verwaltung, Verkehr, Feuerwehr und Polizei, Vereine, Sport, Kultur, Handel, Schulen, Initiativen und das Leben in den Stadtteilen – all das gehört zum lokalen Nachrichtenbild. Ein Blick auf die aktuelle Seite zeigt die enorme thematische Breite. Neben kommunalpolitischen Themen finden sich Berichte aus Aegidienberg, Selhof, Rhöndorf und Rommersdorf-Bondorf, Sportnachrichten, Kultur, Veranstaltungen, Blaulicht und regionale Nachrichten. Mit CityCamera und CityRadio sind im Laufe der Jahre weitere Formen der lokalen Berichterstattung hinzugekommen. Damit ist über die Jahre etwas entstanden, das leicht übersehen wird: ein digitales Gedächtnis der Stadt. Wer wissen möchte, was vor einigen Jahren in Bad Honnef diskutiert wurde, welche Projekte geplant waren, welche Menschen die Stadt bewegt haben oder wie sich bestimmte Entwicklungen angekündigt haben, kann im Archiv zurückgehen. Das ist mehr als eine Ansammlung alter Nachrichten. Es ist ein Stück Stadtgeschichte.
Lokale Nachrichten schaffen Öffentlichkeit
Eine Stadt funktioniert nicht allein über Verwaltung und Politik. Sie funktioniert auch über Öffentlichkeit. Ein neuer Bebauungsplan, eine Verkehrssperrung, ein Streit um einen Parkplatz, ein neues Bauprojekt, eine Initiative von Bürgern, eine Entscheidung des Rates oder eine Veranstaltung im Stadtteil werden erst dann zu einem Teil der öffentlichen Wahrnehmung, wenn Menschen davon erfahren. Genau hier beginnt die Bedeutung lokaler Medien. Honnef heute versteht sich seit seinen Anfängen als Informationsportal für Bad Honnef und die Region. Als primäres Ziel wird die zeitnahe Verbreitung von Informationen über lokale und regionale Ereignisse genannt. Gleichzeitig geht es um die Vernetzung von Bürgern, Politik und Wirtschaft. Das klingt zunächst schlicht, ist es aber nicht. Denn in einer Kommune bedeutet Information immer auch Teilhabe. Wer weiß, was geplant ist, kann sich eine Meinung bilden. Wer über politische Entscheidungen informiert ist, kann Fragen stellen. Wer von einer Bürgerinitiative erfährt, kann sich beteiligen. Und wer unterschiedliche Positionen kennt, kann politische Entscheidungen besser einordnen.
Kommunalpolitik braucht Beobachter
Besonders deutlich wird die Bedeutung lokaler Berichterstattung bei kommunalpolitischen Themen. Kommunalpolitik findet häufig in Sitzungsunterlagen, Ausschüssen und Ratsvorlagen statt. Viele Entscheidungen sind komplex und ihre Auswirkungen erschließen sich nicht auf den ersten Blick. Ein lokales Medium kann hier eine wichtige Vermittlerrolle übernehmen. Es kann erklären, worüber entschieden wird, nachfragen, unterschiedliche Positionen darstellen und Entwicklungen über längere Zeit verfolgen. Gerade bei großen Themen wie Stadtentwicklung, Verkehr, Klimaanpassung oder der geplanten Baulandentwicklung Selhof-Süd zeigt sich, wie wichtig diese kontinuierliche Begleitung ist. Ein einzelner Artikel erklärt selten ein komplettes Projekt. Erst die Folge von Nachrichten, Hintergrundinformationen, politischen Stellungnahmen und Reaktionen ermöglicht es den Leserinnen und Lesern, eine Entwicklung tatsächlich zu verstehen.
Journalismus beginnt dort, wo die Pressemitteilung endet
Lokale Medien erhalten täglich Informationen von Vereinen, Institutionen, Parteien, Unternehmen, Behörden und Initiativen. Das ist ein wichtiger Teil der lokalen Berichterstattung. Journalistisch interessant wird es aber dort, wo aus einer Information eine eigene Geschichte entsteht. Was steckt dahinter? Wer ist betroffen? Welche unterschiedlichen Positionen gibt es? Was bedeutet eine Entscheidung für die Bürger? Was ist bisher geschehen? Und was passiert als Nächstes? Diese Fragen gewinnen gerade bei kommunalpolitischen Themen an Bedeutung. Honnef heute hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend in Richtung eines breit aufgestellten Nachrichten- und Informationsangebots entwickelt. Die aktuelle Berichterstattung reicht von kurzen Meldungen bis zu Interviews, Hintergrundgeschichten, Analysen und längeren Beiträgen. Auch Themen wie Fluglärm, Klimafolgen, Verkehr oder die Sanierung der rechtsrheinischen Bahnstrecke werden über längere Entwicklungen hinweg begleitet. Lokaler Journalismus bedeutet deshalb nicht nur, möglichst schnell eine Information zu veröffentlichen. Er bedeutet auch, Zusammenhänge herzustellen, nachzufragen und Themen weiterzuverfolgen.
Nicht meinungsfrei – aber unabhängig
Zum journalistischen Selbstverständnis gehört dabei auch die Erkenntnis, dass lokale Berichterstattung nicht im luftleeren Raum stattfindet. Honnef heute versteht sich als politisch unabhängig, aber ausdrücklich nicht als meinungsfrei. Nachrichten sollen informieren, Analysen Zusammenhänge herstellen und Kommentare dürfen eine Position vertreten. Entscheidend ist dabei die Transparenz. Leserinnen und Leser müssen erkennen können, ob sie gerade eine Nachricht, eine Einordnung oder einen Kommentar lesen. Gerade bei kontroversen kommunalpolitischen Themen ist diese Unterscheidung wichtig. Denn ein lokales Medium darf unbequem sein. Es darf Fragen stellen und Entscheidungen kritisch hinterfragen. Es sollte aber immer nachvollziehbar bleiben, auf welchen Fakten eine Berichterstattung beruht.
Nähe ist eine journalistische Stärke
Lokaler Journalismus hat einen besonderen Vorteil: die Nähe. Wer jeden Tag über dieselbe Stadt berichtet, kennt ihre Themen. Man erkennt Entwicklungen früher, weiß, welche Projekte bereits seit Jahren diskutiert werden, und kann aktuelle Aussagen mit früheren Entscheidungen vergleichen. Und man kennt die Bedeutung der Stadtteile. Bad Honnef ist schließlich nicht nur Rathaus und Innenstadt. Bad Honnef ist auch Selhof, Rhöndorf, Aegidienberg, Rommersdorf-Bondorf und viele kleinere Nachbarschaften und Gemeinschaften. Dass diese Bereiche im Nachrichtenangebot eigene Aufmerksamkeit erhalten, ist deshalb kein Nebenaspekt. Es gehört zum Kern lokaler Berichterstattung. Lokale Medien dokumentieren dabei nicht nur, was entschieden wird. Sie dokumentieren auch, wie eine Stadt lebt.
Ein Spiegel des gesellschaftlichen Lebens
Eine Stadt ist mehr als ihre Ratsbeschlüsse. Sie besteht aus Menschen, Vereinen, Musikern, Sportlern, Künstlern, Unternehmern, Feuerwehrleuten, Ehrenamtlichen, Schulen, Initiativen und Nachbarschaften. Auch sie brauchen Öffentlichkeit. Der Bericht über einen Verein, eine außergewöhnliche sportliche Leistung, ein Konzert, ein Jubiläum oder eine Initiative mag auf den ersten Blick weniger politisch erscheinen als eine Ratssitzung. Für das Zusammenleben einer Stadt kann er trotzdem von großer Bedeutung sein. Lokale Medien dokumentieren deshalb nicht nur, was entschieden wird, sondern auch, wie eine Stadt lebt.
Vom Nachrichtenportal zum multimedialen Angebot
In den vergangenen Jahren hat sich auch die Form der Berichterstattung verändert. Heute reicht eine klassische Textnachricht längst nicht mehr aus. Fotos, Videos, kurze Clips und andere digitale Formate gehören selbstverständlich zum lokalen Journalismus. Mit CityCamera hat Honnef heute einen Bereich aufgebaut, der Nachrichten und bewegte Bilder miteinander verbindet. Die dort veröffentlichten Beiträge dokumentieren Veranstaltungen, Menschen und Ereignisse aus Bad Honnef und dem Siebengebirge. Aus einem reinen Nachrichtenportal ist damit zunehmend ein multimediales lokales Informationsangebot geworden.
Warum lokale Medien demokratisch wichtig sind
Die vielleicht wichtigste Funktion lokaler Medien liegt jedoch an anderer Stelle. Demokratie beginnt nicht erst bei Bundestagswahlen. Sie findet auch im Rathaus statt – bei der Frage, wo gebaut wird, bei der Gestaltung des Verkehrs, bei Schulen und Kitas, beim Haushalt, bei Klimaschutz und Klimaanpassung, bei Gebühren und bei der Stadtentwicklung. Damit Bürgerinnen und Bürger an diesen Diskussionen teilnehmen können, müssen sie wissen, was passiert. Lokaler Journalismus schafft diese Voraussetzung. Er macht Politik sichtbar, kann unterschiedliche Positionen gegenüberstellen, Entscheidungen hinterfragen und Themen aus der Bürgerschaft in die öffentliche Diskussion bringen. Ein lokales Medium ist deshalb nicht nur Beobachter der Stadtgesellschaft. Es ist Teil ihrer demokratischen Infrastruktur.
Mehr als ein Jubiläum
Wenn Honnef heute 2027 auf 15 Jahre zurückblickt, geht es deshalb nicht nur um eine Zahl. 15 Jahre bedeuten tausende veröffentlichte Beiträge, unzählige Fotos, Interviews, Videos und Gespräche. Es bedeutet vor allem 15 Jahre Stadtgeschichte aus der Perspektive eines lokalen Mediums. Manche Themen sind längst vergessen, andere beschäftigen Bad Honnef noch immer. Menschen, über die 2012 regelmäßig geschrieben wurde, haben heute andere Aufgaben. Projekte, die damals diskutiert wurden, sind abgeschlossen. Andere Vorhaben stehen heute wieder auf der Tagesordnung. Und manches hat sich kaum verändert. Gerade darin liegt der Wert eines Archivs. Es zeigt nicht nur, was vorgefallen ist. Es zeigt, wie sich eine Stadt entwickelt hat.
Und die nächsten 15 Jahre?
Das Jubiläumsjahr 2027 wird deshalb auch Anlass sein, nach vorne zu schauen. Wie verändert künstliche Intelligenz den Journalismus? Wie verändern soziale Medien und neue digitale Plattformen den Nachrichtenkonsum? Wie erreicht lokaler Journalismus Menschen, die klassische Nachrichtenangebote kaum noch nutzen? Wie kann ein unabhängiges lokales Medium wirtschaftlich bestehen? Und vor allem: Wie bleibt lokaler Journalismus relevant, wenn Informationen jederzeit und überall verfügbar sind?
Die Antwort kann nicht darin liegen, einfach noch schneller noch mehr Nachrichten zu veröffentlichen. Sie muss in der Qualität liegen. In der Nähe. In der Einordnung. In der Recherche. In der Fähigkeit, Fragen zu stellen, die andere nicht stellen. Und in der Bereitschaft, einer Stadtgesellschaft auch dann auf den Zahn zu fühlen, wenn das unbequem ist.
(Bald) 15 Jahre Honnef heute
Im Mai 2012 erschien der erste Beitrag. 2027 wird daraus eine Geschichte von 15 Jahren. Eine Geschichte, die nicht nur von einem Internetportal erzählt, sondern von einer Stadt, die sich verändert hat – und von einem Medium, das diese Veränderungen begleitet, dokumentiert und immer wieder zum Gegenstand öffentlicher Diskussion gemacht hat.
15 Jahre Honnef heute sind deshalb vor allem 15 Jahre lokale Öffentlichkeit.
Und vielleicht ist das die wichtigste Erkenntnis zum Jubiläum im kommenden Jahr: Eine Stadt braucht nicht nur Straßen, Schulen, Vereine, Geschäfte und ein Rathaus. Sie braucht auch Menschen und Medien, die hinschauen, zuhören, nachfragen und darüber berichten, was vor der eigenen Haustür geschieht.
Genau dafür gibt es Honnef heute. Seit 2012. Und ab 2027 dann seit 15 Jahren.“











Applaus!! Für euch, die hier dahinter stehen und für uns als Bürger:innen, die davon profitieren. Für den Ausblick hab ich noch einige Ideen: Die Antwort und das Potential liegt für mich auch in den Möglichkeiten zur Beteiligung, in den Möglichkeiten zur Identifizierung und in der Motivation und Kraft, die aus der Vernetzung und der daraus entstehenden Gemeinschaft erwächst. Unter http://www.knallkorall.de gibt es schon ein paar erste Infos, wie ich mir das vorstelle :). Freue mich sehr über Vernetzung – die erste knallkorall soll in Bad Honnef entstehen ☺️.