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Honnef heute - Presse, Nachrichten, News > Alle Artikel > News > Baumaterialien in Deutschland: Preise steigen drastisch – Bitumen und Flachglas besonders betroffen
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Baumaterialien in Deutschland: Preise steigen drastisch – Bitumen und Flachglas besonders betroffen

Letztes Update: 24.06.2026
dts Nachrichtenagentur
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4 Min Lesezeit
Holz im Baumarkt (Archiv)
Holz im Baumarkt (Archiv) / Bild: via dts Nachrichtenagentur
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Die Preise für viele Baumaterialien haben sich in Deutschland zuletzt deutlich verteuert.

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Bitumen auf Erdölbasis, was unter anderem im Straßenbau und zur Abdichtung von Dächern, Gebäuden und Fundamenten verwendet wird, verteuerte sich im Mai 2026 um 31,2 Prozent gegenüber dem Mai 2025, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch mitteilte. Energieintensiv hergestellte Baustoffe verteuerten sich im gleichen Zeitraum, wie etwa Flachglas (+15,4 Prozent), das üblicherweise für Fenster, Glastüren oder -wände verwendet wird.

Auch bei Holz gab es deutliche Preissteigerungen: Dachlatten (+11,8 Prozent), Bauschnittholz (+11,4 Prozent) und Konstruktionsvollholz (+7,5 Prozent) waren im Mai 2026 teurer als ein Jahr zuvor.

Die Preise für Metalle, deren Herstellung ebenfalls energieintensiv ist, stiegen im Mai 2026 um 11,1 Prozent an: Darunter verteuerten sich kaltgewalzte Bleche (+9,9 Prozent), Betonstahl in Stäben (+5,0 Prozent), Rohre oder Hohlprofile aus Eisen oder Stahl (+1,6 Prozent) und Betonstahlmatten (+1,0 Prozent). Die Preise für Stabstahl (-0,3 Prozent) sanken dagegen leicht, auch Weißblech verbilligte sich um 1,1 Prozent.

Die Preise für Baubedarfsartikel aus Kunststoff wie Fenster- und Türverkleidungen (+3,5 Prozent), darunter Fensterläden und Jalousien (+3,8 Prozent), oder Sanitärausstattung wie Badewannen und Duschen (+3,2 Prozent) stiegen im Mai 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat.

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Auch die Preise für viele mineralische Baustoffe stiegen an: Kalk und gebrannter Gips (+4,3 Prozent), Bausand (+3,1 Prozent), Frischbeton (+2,5 Prozent) sowie Wand-, Bodenfliesen und -platten (+1,8 Prozent) verteuerten sich. Die Preise für Dachziegel aus keramischen Stoffen (+0,6 Prozent) und Zement (+0,4 Prozent) stiegen nur leicht an.

Zum Vergleich: Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte insgesamt stiegen im Mai 2026 um 2,2 Prozent im Vergleich zum Mai 2025, ohne Berücksichtigung der Energiepreise stiegen sie im gleichen Zeitraum um 2,3 Prozent.

Mittelfristig gesehen lag das Preisniveau für nahezu alle Baumaterialien – bis auf Holz – im Jahr 2025 über dem Niveau vor der Energiekrise 2022: Deutliche Teuerungen gegenüber dem Jahr 2021 gab es bei den mineralischen Baustoffen wie Kalk und gebrannter Gips (+77,3 Prozent), Zement (+57,7 Prozent), Bausand (+42,6 Prozent) und Frischbeton (+35,3 Prozent). Aber auch keramische Baumaterialien verteuerten sich deutlich: Dachziegel um 42,4 Prozent und Wand-, Bodenfliesen und -platten um 27,0 Prozent gegenüber dem Jahr 2021. Die Preise für Baubedarfsartikel aus Kunststoff stiegen im Schnitt um 18,9 Prozent: Fensterläden und Jalousien (+22,3 Prozent), Badewannen, Duschen oder Waschbecken (+21,0 Prozent), Fenster- und Türenverkleidung (+18,6 Prozent) sowie Bodenbeläge, Wand- und Deckenverkleidungen aus Kunststoff (+18,5 Prozent) waren im Jahr 2025 teurer als vier Jahre zuvor. Flachglas, ebenfalls ein energieintensiv hergestellter Baustoff, verteuerte sich um 20,5 Prozent.

Auch der Innenausbau kostete im Jahr 2025 mehr: Armaturen (+27,7 Prozent), Tapeten (+27,3 Prozent), Teppiche und textile Fußbodenbeläge (+26,0 Prozent), Parkettböden (+24,4 Prozent) oder Anstrichfarben (+21,5 Prozent) waren teurer als im Jahr 2021. Die Preise für Dämm- und Leichtbauplatten, die im Neubau, aber auch zur energetischen Sanierung eingesetzt werden, stiegen im gleichen Zeitraum um 21,4 Prozent.

Metalle verteuerten sich im Jahresdurchschnitt 2025 um 14,3 Prozent gegenüber dem Jahr 2021, allerdings entwickeln sich die Preise hier uneinheitlich. Deutliche Preissteigerungen gab es bei Rohren oder Hohlprofilen aus Eisen oder Stahl (+31,9 Prozent). Moderater stiegen die Preise für Stabstahl (+9,9 Prozent). Die Preise für kaltgewalzte Bleche (-14,6 Prozent), Betonstahl in Stäben (-13,0 Prozent) und Weißblech (-4,5 Prozent) gingen teils deutlich zurück.

Mittelfristige Preisrückgänge gab es bei Baumaterialien aus Holz: Dachlatten (-14,1 Prozent), Konstruktionsvollholz (-13,2 Prozent) und Bauschnittholz (-1,2 Prozent) verbilligten sich im Jahr 2025 gegenüber 2021.

Zum Vergleich: Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte insgesamt stiegen im Jahr 2025 gegenüber 2021 um 26,2 Prozent. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise legten sie im selben Zeitraum um 19,6 Prozent zu.

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