Bad Honnef. Eine ungewöhnliche Besetzung, ein vielseitiges Repertoire und drei Musiker, die hörbar Freude am gemeinsamen Spiel haben: BASADEON sorgte am Freitagabend im Zeughaus-Kleinkunstkeller für einen besonderen Konzertabend.
Hinter dem Namen, der zunächst ein wenig geheimnisvoll klingt, steckt eine ganz bodenständige Erklärung: Er setzt sich aus den Silben der Instrumente Bass, Saxofon und Akkordeon zusammen. Johannes Peikert, Ernst Nellessen und Björn Kükenthal haben sich übrigens im Honnefer Kleinkunstkeller Zeughaus hautnah der „Löstige Geselle“ gefunden. Seit 2025 treten sie als Trio auf und haben sich inzwischen eine eigene musikalische Handschrift erarbeitet.
Was die drei Musiker auf die Bühne bringen, lässt sich nur schwer in eine Schublade stecken. Das zeigte auch das Programm im Zeughaus. Klassik traf auf Retro-Pop, Bossa Nova auf Tango, Jazz auf traditionelle Melodien und gefühlvolle Balladen. Gerade die ungewöhnliche Kombination der drei Instrumente eröffnete dabei Klangmöglichkeiten, die man so nicht unbedingt erwarten würde.
Die Setliste spannte einen weiten Bogen durch unterschiedliche musikalische Welten. Mit „Army Dreamers“ von Kate Bush stand ein Antikriegslied auf dem Programm, Astor Piazzollas „Oblivion“ führte in die melancholische Klangwelt des Tango Nuevo. „Estate“ von Bruno Martino erzählte musikalisch vom Sommer und der Melancholie einer vergangenen Liebe. Dazu kamen unter anderem Stücke von Pat Metheny, Keith Jarrett, Charlie Haden und Paul Desmond.
Auch traditionelle Musik fand ihren Platz. Das schwedische Volkslied „O Tysta Ensamhet“ setzte einen ruhigen Akzent, während „Miserlou“ und „Bossa Antigua“ andere musikalische Farben ins Konzert brachten. Mit einer Tango-Fassung von „And I Love Her“ der Beatles zeigte BASADEON zudem, wie überraschend vertraute Melodien in einem neuen Arrangement klingen können.
Es war gerade diese stilistische Offenheit, die den Reiz des Abends ausmachte. Mal dominierten filigrane, zurückhaltende Passagen, dann entwickelten Bass, Saxofon und Akkordeon gemeinsam einen dynamischen Klangkörper. Die drei Musiker verstanden es, ihren Stücken Raum zu geben und zugleich immer wieder neue musikalische Akzente zu setzen.
Dass BASADEON inzwischen nicht nur bei Kunst- und Kulturveranstaltungen, sondern auch bei kirchlichen Anlässen gefragt ist, überrascht nach diesem Konzert nicht. Die Musik des Trios lebt von Vielfalt, Gefühl und dem Zusammenspiel dreier Instrumente, die sich auf ungewöhnliche Weise ergänzen.
Der Schlussapplaus im Zeughaus fiel entsprechend kräftig aus. Das Publikum bedankte sich mit brausendem Beifall für einen Konzertabend, der musikalische Grenzen nicht als Hindernis, sondern als Einladung verstand.









