Bonn. Die Bundesstadt Bonn hat am Mittwoch, 22. April 2026, ihr neues Baupotenzialregister (B²PR) offiziell vorgestellt. Über eine interaktive Online-Karte können ab sofort Flächen im Stadtgebiet eingesehen werden, die grundsätzlich für den Wohnungsbau geeignet sein könnten.
Das digitale Instrument wurde im Rahmen eines einjährigen Modellprojekts entwickelt, das durch das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen gefördert wurde. Es ist nun in die städtische Urban Data Platform integriert und soll künftig als zentrale Datengrundlage für Planung, Kommunikation und Wohnungsbauentwicklung dienen.
Oberbürgermeister Guido Déus betonte bei der Vorstellung die Bedeutung des neuen Instruments angesichts des anhaltenden Bevölkerungswachstums: In Bonn müssten nach aktuellen Prognosen jährlich rund 1.600 neue Wohnungen entstehen. „Wohnen ist eine der zentralen sozialen Fragen unserer Zeit“, so Déus. Die Stadt setze dabei auf Kooperation mit Wohnungswirtschaft, Region und weiteren Akteuren sowie auf transparente Planungsgrundlagen.
Stadtbaurat Helmut Wiesner hob hervor, dass das B²PR künftig als Ausgangspunkt für die strategische Aktivierung von Wohnbauflächen dienen soll. Gleichzeitig könne es ein wichtiges Instrument für Siedlungsflächenmonitoring und die Kommunikation mit Öffentlichkeit und Fachakteuren werden.
Mit dem Baupotenzialregister bündelt die Stadt erstmals bislang getrennte Datenquellen – darunter das Baulandkataster nach Baugesetzbuch, den internen Innenentwicklungsatlas sowie regionale Konzepte der Siedlungsentwicklung. Ziel ist es, insbesondere Innenentwicklungspotenziale besser zu erfassen und für die Stadtentwicklung nutzbar zu machen.
Die Anwendung ist ab sofort online über die städtische Website abrufbar. Anfragen können zudem per E-Mail an die Stadt gerichtet werden. Damit soll das Register nicht nur der Verwaltung dienen, sondern auch Transparenz für Bürgerinnen und Bürger sowie die Wohnungswirtschaft schaffen.










