Bad Honnef. Auch heute verunsichern Brandgeruch und Rauchniederschlag Bürgerinnen und Bürger aus der Region Neuwied und Siebengebirge. In Bad Honnef ist sowohl auf dem Berg als auch im Tal deutlicher Brandgeruch wahrnehmbar. Während Warn-Apps auf Brandgeruch und Qualm aufmerksam machten, berichtete bereits am Montag die VG Asbach, dass es aufgrund der Verunsicherung zu mehreren Feuerwehreinsätzen gekommen sei.
Nach Angaben der Feuerwehr gingen innerhalb kurzer Zeit zahlreiche Notrufe bei der Leitstelle ein. Mehrere Feuerwehreinheiten rückten daraufhin aus, um die gemeldeten Bereiche zu kontrollieren und mögliche Brandereignisse auszuschließen.
Bei den Erkundungen sei der Brandgeruch ebenso wie die Rauchausbreitung deutlich wahrnehmbar gewesen. Ein konkreter Brand habe jedoch in keinem der kontrollierten Bereiche festgestellt werden können.
Als Ursache geht die Feuerwehr nach ihren Angaben von einer großräumigen Rauchausbreitung aus. Der Rauch aus größeren Waldbrandgeschehen in Belgien und Nordrhein-Westfalen sei durch die aktuellen Wind- und Wetterverhältnisse bis in die Region getragen worden.
Die Feuerwehr weist darauf hin, dass bei konkreten Anzeichen eines Brandes – etwa sichtbarem Rauch, Feuerschein oder Flammen – weiterhin unverzüglich der Notruf 112 gewählt werden sollte. Entsprechende Meldungen würden grundsätzlich überprüft, um tatsächliche Schadensereignisse möglichst frühzeitig zu erkennen.
Kampf dauert an – Brand bleibt unberechenbar
Währenddessen kommt eine gute Nachricht aus dem Katastrophengebiet. So berichtet der Kölner Stadt Anzeiger, dass sich der Brand über Nacht nicht weiter ausgebreitet habe. Laut dem belgischen Innenminister Bernard Quintin sei das Feuer jedoch „unberechenbar“. Selbst wenn es unter Kontrolle gebracht worden sei, müsse man das Gebiet unter Wasser setzen, um ein erneutes Aufflammen zu vermeiden. Die Nachlöscharbeiten dürften demnach Wochen dauern.











