VG Unkel / Bad Honnef. Mit Blick auf die geplante Generalsanierung der rechtsrheinischen Bahnstrecke im zweiten Halbjahr 2026 fordert die CDU in der Verbandsgemeinde Unkel, die Rheinfähren stärker in den Schienenersatzverkehr einzubinden. Nach Ansicht der Christdemokraten könnten die Fährverbindungen eine wichtige Entlastung bringen – insbesondere für Pendlerinnen und Pendler in Richtung Köln und Koblenz.
„Der vorliegende Plan für den Schienenersatzverkehr sieht in unserer Region leider nur Busverbindungen vor“, kritisiert der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Verbandsgemeinderat Unkel, Dr. Heinz Schmitz. Dabei biete der Rhein mit seinen Fährverbindungen eine naheliegende Alternative, um Fahrgäste schnell zu den linksrheinischen Bahnstationen zu bringen.
Konkret verweist Schmitz auf die Personenfähre „Nixe“ zwischen Erpel und Remagen sowie auf die Fähre von Bad Honnef-Lohfeld nach Rolandseck. Die „Nixe“ ist bereits in den Verkehrsverbund Rhein-Mosel integriert, sodass dort Verbundfahrscheine wie das Deutschland-Ticket gelten. Allerdings verkehrt die Fähre – abgesehen von zwei Frühfahrten – überwiegend nur am Nachmittag. „Eine Ausweitung der Betriebszeiten ist dringend geboten“, so Schmitz.
Die Fähre Lohfeld–Rolandseck hingegen fährt ganztägig, ist jedoch bislang nicht in einen Verkehrsverbund eingebunden. Fahrgäste müssen daher zusätzlich ein Fährticket lösen. Auch hier fordert die CDU eine Integration in die bestehenden Verbundsysteme, um die Nutzung während der Bahnsperrung attraktiver zu machen.
Aus Sicht der Christdemokraten sprechen auch die Rahmenbedingungen für die stärkere Nutzung der Fähren: Die Anlegestellen sind mit Linienbussen aus allen Orten der Verbandsgemeinde Unkel gut erreichbar und auch für Radfahrer geeignet. Auf der linken Rheinseite befinden sich die Bahnhöfe jeweils in unmittelbarer Nähe der Fähranleger.
Rückenwind erhalten die Vorschläge aus der Kreisverwaltung Neuwied. In einem Schreiben an die zuständige Stelle bei der Deutschen Bahn unterstützt der Kreis die Einbindung der Fähren. Dies könne während der Sperrung der rechten Rheinstrecke zu einer „Entspannung der Verkehrssituation“ beitragen, heißt es darin.











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