Bad Honnef. Cyberangriffe werden komplexer – auch durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz. Wie sich Unternehmen gegen digitale Bedrohungen schützen können, stand im Mittelpunkt des Business-Frühstücks der Stadt Bad Honnef am 8. September. Gastgeber war das Rhöndorfer IT-Unternehmen IT Held.
Geschäftsführer Daniel Held erläuterte in seinem Vortrag „Cybersicherheit im KI-Zeitalter“ unter anderem die Risiken autonom arbeitender KI-Agenten. Anhand eines Sicherheitsvorfalls im Umfeld von OpenAI zeigte er, wie sich die Möglichkeiten moderner KI auf die Bedrohungslage auswirken können.
Nach Angaben der Stadt haben sich zugleich die Strukturen hinter Cyberangriffen verändert. Zugangsdaten, Schadsoftware und technische Infrastruktur würden zunehmend arbeitsteilig und teilweise als Dienstleistungen angeboten.
Für Unternehmen kommt es deshalb nach Einschätzung des IT-Experten darauf an, die eigenen Schwachstellen zu kennen. Als wichtige Schutzmaßnahmen nannte Held unter anderem regelmäßige Sicherheitsupdates, sichere Zugangskontrollen, überprüfte Datensicherungen und die Sensibilisierung der Beschäftigten. Auch Notfallkonzepte seien entscheidend: Unternehmen müssten im Fall eines Angriffs möglichst handlungsfähig bleiben und wichtige Geschäftsprozesse aufrechterhalten können.
Stadt will Austausch mit Unternehmen ausbauen
Neben der IT-Sicherheit ging es bei dem Treffen um die Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Bad Honnef. Bürgermeister Philipp Herzog kündigte an, den Austausch zwischen Stadtverwaltung und Unternehmen weiter zu intensivieren.
Als positive Entwicklungen für den Standort nannte die Stadt die langfristige Perspektive der Fortbildungsakademie des Landes Nordrhein-Westfalen in Bad Honnef sowie den vollständigen Umzug der Alanus Hochschule nach Bad Honnef. Gleichzeitig wurden anstehende Herausforderungen angesprochen, darunter die voraussichtliche Sperrung des Schmelztals im Jahr 2027.
Die Wirtschaftsförderung stellte zudem aktuelle Projekte vor. Dazu gehören eine neue Struktur der Wirtschaftsförderung, Gespräche zur Flächenerschließung in Aegidienberg und die Aktualisierung der Standortbroschüre.
Bei einer Umfrage zu den bisherigen Netzwerkangeboten hätten Unternehmen vor allem Interesse an praxisorientiertem Wissen, kompakten Präsenzveranstaltungen und persönlichem Austausch geäußert.
Das nächste Business-Frühstück der Stadt ist für den 8. Dezember 2026 geplant. Der Gastgeber steht noch nicht fest.
red / Stadt Bad Honnef










