Bad Honnef – Am kommenden Samstag (20. Dezember, 19:00 Uhr) starten die Dragons in die Rückrunde der Saison 2025/26. Zum Auftakt geben die Neustadt temps Shooters ihre Visitenkarte am Menzenberg ab. Die Ostholsteiner sind aktuell ein schwer einzuschätzender Gegner. Zuletzt erwischten die Norddeutschen eine Negativserie, die sie von der Tabellenspitze ins Mittelfeld spülte.
Was ist mit Neustadt los, werden sich in den vergangenen Wochen einige Basketball-Experten gefragt haben. Sieben Siegen zum Auftakt folgten sechs Niederlagen. Ein Team mit einem so stark besetzten Kader verlor zuletzt gegen Bernau (83:110) sowie Rostock (85:100) sogar relativ deutlich. Los ging die Talfahrt mehr oder weniger ausgerechnet gegen Rhöndorf, das im November in der Gymnasialsporthalle gleichermaßen knapp wie überraschend mit 95:90 gewinnen konnte.
Leichter macht das die Herausforderung für die Rheinländer indes nicht. Noch einmal wird sich das Team um Headcoach Allen Ray Smith kaum überraschen lassen. Außerdem haben die Shooters mit den Dragons noch eine Rechnung offen, die sie wohl gerne begleichen möchten. Nicht zuletzt hat sich das Gesicht der Mannschaft im Vergleich zum ersten Aufeinandertreffen auf einigen Positionen verändert.
Mit Matej Jelovcic (Ø 22,3 Pkt./6,9 Reb.) wird Neustadts bisheriger Topscorer voraussichtlich fehlen. Der kroatische Point Guard hat sich eine Schulterverletzung zugezogen und soll erst im Januar wieder einsatzfähig sein. Zudem hat man sich vorzeitig von David Lee Craig getrennt. Der 2,18 Meter große Südafrikaner besetzte bei den Norddeutschen bislang den Nicht-EU-Spot. Kleiner wird die Rotation dadurch aber nicht, denn mit Max Brackmann wurde ein ebenfalls 2,18 Meter langer Center-Hüne vom ProA-Team VfL SparkassenStars Bochum ausgeliehen. Außerdem ist Samuel Mpacko nach auskurierter Verletzung wieder zurück im Kader.
Abgesehen von den personellen Veränderungen hatte und hat Neustadt eine tiefe Bank. Amar Licina hat die Dragons im Hinspiel nachhaltig geärgert. Der Österreicher war mit 21 Punkten einer der gefährlichsten Aktivposten. Ebenfalls sind die Dragons gut beraten, Christenvie Kwilu im Auge zu behalten, der mit seinen 15 Punkten ebenfalls zu den auffälligeren Spielern zählte. Power Forward Elias Marei (9 Reb.) hinterließ zusammen mit Forward Emil Loch (7 Reb.) einen starken Eindruck in der Zone. Ganz abgesehen von einzelnen Spielern, die in solchen Begegnungen üblicherweise über sich hinauswachsen …
Auf die leichte Schulter werden die Dragons die zuletzt strauchelnden Shooters aber ganz sicher nicht nehmen. Die personelle Situation sieht bei den Rheinländern derweil entspannt aus. Benjamin Sadikovic hat seinen Infekt gut überstanden, Juhwan Harris-Dyson hat die Blessuren aus dem Spiel gegen Bernau abgeschüttelt und der Rest der Truppe wurde von der Grippewelle glücklicherweise nicht allzu hart getroffen. Die Dragons-Familie möchte ruhige Feiertage verbringen – dabei würde ein Erfolg kurz vor dem vierten Advent natürlich maßgeblich dazu beitragen.
Klaus Beydemüller
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