Bad Honnef. Die Dragons Rhöndorf stehen vor einer anspruchsvollen Auswärtsaufgabe. Am Samstag wartet mit den bislang ungeschlagenen Ravens Reutlingen der Tabellenführer der ProB Süd. Nach der Niederlage gegen Leverkusen wollen die Rhöndorfer zeigen, dass sie auch gegen die Topteams der Liga bestehen können.
Nach dem Tabellenzweiten Leverkusen wartet auf die Dragons Rhöndorf bereits die nächste Spitzenmannschaft. Am Samstag (19 Uhr) müssen die Schützlinge von Trainer Max Becker beim ungeschlagenen Tabellenführer TSG Schöner SI Ravens Reutlingen antreten. Für die Rhöndorfer wird die Begegnung zum nächsten großen Gradmesser in der ProB Süd.
Dass der Aufsteiger nach sechs Spieltagen ohne Niederlage an der Tabellenspitze steht, hatten vor Saisonbeginn nur wenige Experten erwartet. Bei näherer Betrachtung kommt der Erfolg allerdings nicht von ungefähr. Die Verantwortlichen haben einen Kader zusammengestellt, der nicht nur individuell stark besetzt ist, sondern auch als Mannschaft hervorragend funktioniert.
Besonders beeindruckend ist die Defensivleistung der Ravens. Statistisch stellen sie derzeit die beste Verteidigung der ProB. Mehr als 71 Punkte hat Reutlingen in dieser Saison bislang keinem Gegner gestattet. Auch offensiv agiert das Team von Trainer Rodrigo Reynoso ausgesprochen effizient. Statt auf bedingungsloses Tempo setzen die Ravens häufig auf geduldiges Passspiel und die Suche nach dem freien Mitspieler. Eine Zweierquote von 60,4 Prozent unterstreicht die Qualität im Abschluss. Selbst gegen eine Zonenverteidigung verfügt Reutlingen über genügend Lösungen.
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist die eingespielte Mannschaft. Das Grundgerüst des Aufstiegsteams blieb erhalten. Unter dem Korb sorgt der 25-jährige US-Amerikaner Miles Mallory mit durchschnittlich 10,3 Punkten und 7,3 Rebounds für Präsenz. Hinzu kommen Nemanja Nadjfeji, Point Guard Kilian Fischer und der Schweizer Kevin Simeth.
Besonders aufmerksam müssen die Dragons auf Roy Krupnikas achten. Der 20-Jährige kam aus dem Förderprogramm von Vechta und Quakenbrück und hat sich sofort als Leistungsträger etabliert. Mit durchschnittlich 15,5 Punkten ist er der beste Werfer der Ravens. Dazu kommen 4,5 Assists und 3,8 Rebounds pro Partie. Raul Dumnici und David Engelhart bringen zusätzliche Energie ins Spiel, während Christian Chukwudi Okolie unter dem Korb für körperliche Präsenz sorgt.
Fehler konsequent vermeiden
Dass die Aufgabe mindestens ebenso schwierig wird wie das jüngste Duell mit Leverkusen, ist den Dragons bewusst. Gegen den Tabellenzweiten hatte Rhöndorf erfahren müssen, wie schnell sich kurze Phasen der Unaufmerksamkeit gegen eine Spitzenmannschaft auswirken können.
Auch Reutlingen dürfte hohen defensiven Druck aufbauen und individuelle Fehler konsequent bestrafen. Für das Team von Max Becker wird es deshalb darauf ankommen, die Fehlerquote möglichst gering zu halten. Gleichzeitig müssen die Spieler bereit sein, in der Verteidigung konsequent zu wechseln und sich gegenseitig auszuhelfen.
Die Dragons gehen als Außenseiter in die Partie. Doch die Zuversicht ist da. Die Botschaft aus dem Rhöndorfer Lager lautet: „Wenn wir unsere Konzepte umsetzen, haben wir eine reelle Chance!“
Quelle: Dragons Rhöndorf-KlB (redaktionell bearbeitet)









