Bad Honnef/Königswinter. Noch Mitte Dezember war von einem baldigen Ende der Tunnel-Dauerbaustelle zwischen Königswinter und Bonn die Rede. Nach rund fünf Jahren Bauzeit sollte die B42 zu Beginn des neuen Jahres wieder vollständig befahrbar sein. Doch von dieser Perspektive scheint man derzeit weit entfernt.
Nahezu täglich berichten Medien im neuen Jahr über weitere notwendige Sicherheitsprüfungen, ergänzende Sondierungen sowie zusätzliche Fahrbahnsanierungen entlang der B42, insbesondere im Bereich Bad Honnef. Hinzu kam zuletzt ein Warnstreik in den Tunnelleitzentralen, der eindrücklich vor Augen geführt habe, welche massiven Auswirkungen Verkehrseinschränkungen auf die Städte Bad Honnef und Königswinter haben können.
Scharfe Kritik äußert der Bürgerblock nun an einem weiteren geplanten Vorhaben des Landesbetriebs Straßen.NRW. Demnach soll auf der B42 in Höhe der Ausfahrt Bad Honnef für die Dauer von einer Woche eine Baustelle eingerichtet werden. Der Verkehr soll dort rund um die Uhr einspurig mit einer Baustellenampel geregelt werden.
Dieses Vorhaben gehe völlig an der Realität vorbei, erklärt Stefan Scharfenstein vom Bürgerblock. Täglich nutzten mehrere zehntausend Fahrzeuge diese Bundesstraße. Scharfenstein: „Wenn nur ein Fünftel dieser Fahrzeuge diese Baustelle umfährt und hierfür die innerstädtischen Straßen von Bad Honnef nutzt, ist der Verkehrskollaps vermutlich die Folge“.
Der Bürgerblock fordert daher dringend und kurzfristig die Einberufung eines „Runden Tisches Verkehr“. Ziel müsse es sein, gemeinsam mit dem Landesbetrieb Straßen.NRW sowie den betroffenen Kommunen praktikable Lösungen zur Minimierung der Verkehrsprobleme zu entwickeln. Ohne eine abgestimmte Planung drohten erhebliche Belastungen für Anwohnerinnen und Anwohner, Pendler sowie den innerstädtischen Verkehr.







