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Lesen: Einwanderungsgeschichte in Deutschland: Anteil steigt 2025 auf 26,3 Prozent der Bevölkerung
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Honnef heute - Presse, Nachrichten, News > Alle Artikel > News > Einwanderungsgeschichte in Deutschland: Anteil steigt 2025 auf 26,3 Prozent der Bevölkerung
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Einwanderungsgeschichte in Deutschland: Anteil steigt 2025 auf 26,3 Prozent der Bevölkerung

Letztes Update: 13.04.2026
dts Nachrichtenagentur
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5 Min Lesezeit
Kopftuchträgerinnen (Archiv)
Kopftuchträgerinnen (Archiv) / Bild: via dts Nachrichtenagentur
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Im Jahr 2025 haben in Deutschland rund 21,8 Millionen Menschen mit Einwanderungsgeschichte gelebt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag mitteilte, stieg der Anteil dieser Personengruppe an der Gesamtbevölkerung in privaten Hauptwohnsitzhaushalten im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 Prozentpunkte auf 26,3 Prozent (2024: 25,8 Prozent). Eine Einwanderungsgeschichte haben nach Definition der Statistiker Personen, die entweder selbst (erste Generation) oder deren beide Elternteile (Nachkommen, zweite Generation) seit 1950 nach Deutschland eingewandert sind.

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Etwa jede fünfte in Deutschland lebende Person (19,8 Prozent der Bevölkerung) ist selbst eingewandert, das entspricht 16,4 Millionen Eingewanderten im Jahr 2025 und 1,7 Prozent oder 28.000 Personen mehr als im Jahr 2024. Damit stieg die Zahl der Eingewanderten deutlich schwächer als in den Vorjahren. Zum Vergleich: Im Zeitraum von 2021 bis 2024 war die Zahl der Eingewanderten pro Jahr um durchschnittlich 6,2 Prozent oder 888.000 Personen gestiegen. Von den 16,4 Millionen in Deutschland lebenden Eingewanderten im Jahr 2025 wurden 6,3 Millionen (39 Prozent aller Eingewanderten) in einem der folgenden fünf Länder geboren: Polen (1,5 Millionen), Türkei (1,5 Millionen), Ukraine (1,3 Millionen), Russische Föderation (1,0 Millionen) und Syrien (1,0 Millionen).

5,4 Millionen Personen (6,5 Prozent der Bevölkerung) im Jahr 2025 waren direkte Nachkommen von Eingewanderten – also in Deutschland geborene Kinder von zwei seit 1950 eingewanderten Elternteilen. Sie zählen neben den selbst eingewanderten Personen ebenfalls zur Bevölkerung mit Einwanderungsgeschichte. Ihre Zahl stieg gegenüber 2024 um drei Prozent oder 160.000 Personen.

Nicht zur Bevölkerung mit Einwanderungsgeschichte zählen Personen, bei denen nur einer der beiden Elternteile eingewandert ist. Dies traf im Jahr 2025 auf 4,2 Millionen in Deutschland geborene Personen oder 5,0 Prozent der Bevölkerung zu (+0,2 Prozent oder +10.000 Personen zum Vorjahr).

Im Jahr 2025 lebten 56,8 Millionen Personen ohne Einwanderungsgeschichte in Deutschland (-0,9 Prozent oder -488.000 zum Vorjahr), waren also weder selbst seit 1950 nach Deutschland eingewandert noch Kind mindestens eines eingewanderten Elternteils. Das waren mehr als zwei Drittel (68,6 Prozent) der Bevölkerung.

Seit 2005 ist die Zahl der Personen mit Einwanderungsgeschichte von 13,0 Millionen auf 21,8 Millionen Personen im Jahr 2025 gestiegen, so das Bundesamt. Das war ein Zuwachs um insgesamt 8,8 Millionen Personen (+67 Prozent). Davon sind rund zwei Drittel (67 Prozent beziehungsweise 5,9 Millionen Personen) selbst nach Deutschland eingewandert und rund ein Drittel (33 Prozent beziehungsweise 2,9 Millionen Personen) sind Kinder von zwei eingewanderten Elternteilen. Der Anteil der Bevölkerung mit Einwanderungsgeschichte an der Gesamtbevölkerung stieg zwischen 2005 und 2025 um rund 10 Prozentpunkte von 16,0 Prozent auf 26,3 Prozent.

Die Bevölkerung in privaten Hauptwohnsitzhaushalten ist im Jahresdurchschnitt 2025 gegenüber dem Vorjahresdurchschnitt um 38.000 Personen kleiner geworden. Ohne die steigende Zahl der Personen mit Einwanderungsgeschichte wäre der Rückgang mit 478.000 Personen (-0,9 Prozent) deutlich stärker ausgefallen.

Personen mit Einwanderungsgeschichte sind jung im Vergleich zur Gesamtbevölkerung: In der Gruppe der 25- bis 34-Jährigen hatte 2025 mehr als jede dritte Person eine Einwanderungsgeschichte (36 Prozent). Demgegenüber war es in der Gruppe der über 65-Jährigen nur jede siebte Person (14 Prozent). Die Bevölkerung mit Einwanderungsgeschichte war 2025 mit einem Durchschnittsalter von 38,2 Jahren etwa neun Jahre jünger als die Bevölkerung ohne Einwanderungsgeschichte (47,6 Jahre).

Von den selbst eingewanderten jungen Erwachsenen im Alter von 25 bis 34 Jahren hatten 33 Prozent (896.000 Personen) einen akademischen Abschluss. Damit war der Anteil mit akademischem Abschluss unter den Eingewanderten fast so hoch wie in der Gesamtbevölkerung dieser Altersgruppe (34 Prozent). Zugleich hatten 36 Prozent der selbst eingewanderten 25- bis 34-Jährigen (1,0 Millionen Personen) keinen beruflichen Abschluss und befanden sich weder in Bildung noch in Ausbildung. Damit war der Anteil mehr als doppelt so hoch wie bei den Personen in dieser Altersgruppe insgesamt (17 Prozent). Entsprechend gering war der Anteil eingewanderter junger Erwachsener mit Berufsabschlüssen: Während 46 Prozent aller 25- bis 34-Jährigen in Deutschland eine Berufsausbildung im dualen System oder eine Fachschule abgeschlossen hatten, traf dies bei den selbst Eingewanderten nur auf 27 Prozent zu.

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