Bad Honnef. Der Übergang von der Kindertagesstätte in die Grundschule ist für viele Familien ein prägender Einschnitt. Um Eltern frühzeitig darauf vorzubereiten, hat der Arbeitskreis „Kita und Grundschule“ in Bad Honnef zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Das Angebot richtet sich an Familien, deren Kinder noch etwa zwei Jahre von der Einschulung entfernt sind, und soll künftig jährlich stattfinden.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen fachliche Einblicke in die kindliche Entwicklung. Carmen Probst, Leiterin der Theodor-Weinz-Grundschule, Ina Derkum vom integrativen Montessori-Kinderhaus „Die Wolkenburg“ sowie Michael Profitlich vom katholischen Kindergarten St. Martin erläuterten, welche emotionalen und kognitiven Anforderungen mit dem Schuleintritt verbunden sind. Dabei ging es auch um sogenannte Vorläuferfähigkeiten, die als Grundlage für späteres Lernen gelten und bereits in den Kitas gezielt gefördert werden.
Neben theoretischen Impulsen erhielten die Eltern praktische Hinweise, wie sie ihre Kinder im Alltag unterstützen können. Begleitet wurde die Veranstaltung vom Jugendamt der Stadt Bad Honnef. Nach einer Fragerunde konnten sich die Teilnehmenden an Thementischen über Spiel- und Lernmaterialien informieren und Beispiele für fördernde Alltagssituationen kennenlernen.
Der Arbeitskreis „Kita und Grundschule“ besteht seit 1998 und vereint Vertreterinnen und Vertreter von Kindertageseinrichtungen, Grundschulen und der städtischen Fachberatung. Ziel ist es, den Übergang für Kinder möglichst reibungslos zu gestalten. Grundlage dafür ist auch das nordrhein-westfälische Kinderbildungsgesetz, das eine enge Zusammenarbeit der Institutionen vorsieht.
Nach Angaben der Beteiligten gilt das Modell in Bad Honnef als besonders eng verzahnt. Eindrücke von der Bildungsmesse „Didacta“ in Köln hätten gezeigt, dass die dort gelebte Kooperation über den landesweiten Standard hinausgehe, hieß es.










