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Bad Honnef-Aegidienberg. Was wäre, wenn es brennt und niemand zum Löschen kommt? Wenn eine Naturkatastrophe die Region trifft und Hilfe ausbleibt? In Deutschland erscheint ein solches Szenario kaum vorstellbar. Dafür sorgen zahlreiche Hilfsorganisationen und ehrenamtliche Einsatzkräfte, die rund um die Uhr bereitstehen – von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk über DRK und Malteser bis hin zu den Amateurfunkern.
Welche Strukturen Bad Honnef für den Bevölkerungsschutz bereithält, konnten Bürgerinnen und Bürger heute beim ersten Bevölkerungsschutztag auf dem Aegidiusplatz und im Bürgerhaus Aegidienberg kennenlernen. Zahlreiche Organisationen präsentierten ihre Arbeit, ihre Ausrüstung und ihre Aufgaben im Krisen- und Katastrophenfall.
Bürgermeister Philipp Herzog, der bereits vor seiner Amtszeit eng mit dem Katastrophenschutz verbunden war, machte in seiner Eröffnungsrede deutlich, welche Bedeutung das Thema inzwischen gewonnen hat. Sicherheit sei keine Selbstverständlichkeit, sondern das Ergebnis engagierter Menschen, die bereit sind, Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen.
Wie wichtig dieses Engagement ist, zeigte sich an den Ständen der Hilfsorganisationen. So informierte die DLRG über ihre Aufgaben bei Rettungseinsätzen auf dem Rhein und anderen Gewässern. Dabei wurde deutlich, dass moderne und leistungsfähige Ausrüstung eine wesentliche Voraussetzung für schnelle Hilfe im Ernstfall ist.
Der Bevölkerungsschutztag richtete den Blick jedoch nicht nur auf die Arbeit der Einsatzkräfte. Auch die Eigenvorsorge der Bürgerinnen und Bürger spielte eine zentrale Rolle. Schwimmen lernen, Erste-Hilfe-Kenntnisse auffrischen oder sich auf mögliche Krisensituationen vorbereiten – viele Maßnahmen beginnen bereits im Alltag. Gerade bei medizinischen Notfällen könne bereits eine einfache Herzdruckmassage Leben retten, lautete eine der Botschaften des Tages.
Dass Bevölkerungsschutz längst zu einem wichtigen politischen Thema geworden ist, unterstrich auch der Besuch des Bad Honnefer Landtagsabgeordneten Jonathan Grunwald. Bund, Länder und Kommunen investieren zunehmend in die Stärkung von Krisenresilienz und Katastrophenschutz.
Das Interesse auf dem Aegidiusplatz und bei den Vorträgen im Bürgerhaus war beachtlich. Gleichzeitig entstand der Eindruck, dass die Veranstaltung insbesondere im Tal von Bad Honnef noch stärker hätte wahrgenommen werden können. Das Thema betrifft schließlich alle Bürgerinnen und Bürger – unabhängig davon, in welchem Stadtteil sie leben.
Unabhängig von den Besucherzahlen bleibt die Botschaft des ersten Bad Honnefer Bevölkerungsschutztages eindeutig: Die Vorbereitung auf Krisen- und Katastrophenlagen ist wichtiger denn je. Und sie gelingt nur, wenn ausreichend Menschen bereit sind, sich ehrenamtlich zu engagieren.
Zurück zur Ausgangsfrage: Was wäre, wenn Hilfe gebraucht wird und niemand schaue vorbei? Damit es niemals so weit kommt, setzt Bürgermeister Philipp Herzog auf die Stärke des Ehrenamts – und appelliert an die Bürgerinnen und Bürger, sich für die Gemeinschaft einzusetzen.










