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Mehr InformationenBad Honnef. Fünf Jahre lang war es still im Vierkotten. Petra und Jürgen Eschbach hatten ihre gastronomische Laufbahn im legendären Stammquartier des Spielmannszugs beendet. Jetzt steht die Wiedereröffnung bevor: Anne-Christin Koch will ihr Restaurant „Facettenreich“ im November eröffnen.
Als Koch im Sommer über ihre Pläne sprach, gab es noch einiges zu tun. Inzwischen ist ein wichtiger Schritt geschafft: Das Team steht. Neun Menschen sollen künftig gemeinsam für den Betrieb verantwortlich sein.
„Das ist für mich die wichtigste Grundlage, dass es hier gut losgehen kann“, sagt Koch. Drei Beschäftigte werden in der Küche arbeiten, vier im Service. Hinzu kommen Koch als Betriebsleiterin und Geschäftsführerin sowie Franziska Turner, eine Freundin von ihr, die als Assistentin der Geschäftsführung einsteigt.
Die Verantwortung soll damit auf mehrere Schultern verteilt werden. Koch ist überzeugt, mit der zusammengestellten Mannschaft eine gute Grundlage für die kommenden Jahre geschaffen zu haben.
Ein Team, das Vielfalt widerspiegelt
Das Konzept des Facettenreich“ soll sich nicht nur auf der Speisekarte zeigen, sondern auch im Team. Menschen unterschiedlichen Alters, verschiedener Geschlechter und Nationalitäten werden zusammenarbeiten. Auch Menschen mit Behinderung gehören zur Mannschaft.
Im Service setzt Koch auf eine Mischung aus Erfahrung und Nachwuchs. Neben einer erfahrenen Serviceleitung wird ein junger Mann aus der Region anfangen. Zwei weitere Beschäftigte mit Handicap – eine junge Frau und ein junger Mann aus Bad Honnef – werden ebenfalls im Service arbeiten.
Die unterschiedlichen Voraussetzungen und Erfahrungen seien ausdrücklich Teil des Konzepts, erklärt Koch. Das Facettenreich soll ein Ort sein, an dem Vielfalt selbstverständlich ist.
Soft Opening vor dem offiziellen Start
Der Eröffnungstermin am 23. November ist weiterhin das Ziel. Ganz sicher ist er allerdings noch nicht. Koch hat sich nach eigenen Angaben noch einmal mit dem Bauleiter abgestimmt, der sie bei den zeitlichen Planungen auf dem Boden der Tatsachen halte.
Die Arbeitsverträge des Teams sollen am 16. November beginnen. In der folgenden Woche wollen sich die Beschäftigten miteinander einarbeiten und die Abläufe abstimmen. Für den 19. und 20. November ist ein Soft Opening mit Freunden und Bekannten vorgesehen. Dabei soll sich zeigen, ob das Zusammenspiel in Küche und Service funktioniert.
Am Montag, 23. November, könnte das Facettenreich dann für die Öffentlichkeit öffnen. Koch sieht darin einen zusätzlichen Vorteil: Gerade montags seien viele gastronomische Angebote in Bad Honnef geschlossen.
Bei den Bauarbeiten kann sie nach eigener Einschätzung auf Unterstützung zählen. Sie lobt insbesondere die Flexibilität der beteiligten Handwerksbetriebe, darunter Wolf Elektro und die Firma Stang für Elektro- und Sanitärarbeiten sowie Malermeister Michael Braun.
Ein Restaurant für unterschiedliche Generationen
Am gastronomischen Konzept hat sich nichts Grundlegendes geändert. Geplant ist ein frischer, international ausgerichteter Mittagstisch. Am Nachmittag soll es Kaffee und Kuchen geben.
Darüber hinaus möchte Koch unterschiedliche Zielgruppen ansprechen. Jugendliche sollen ebenso einen Platz finden wie Familien mit Kindern oder ältere Menschen. Auch Gäste, die mit Rollator unterwegs sind oder in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, sollen das Restaurant gut erreichen und nutzen können.
Für Kinder ist unter anderem eine Candybar geplant, an der sie Süßigkeiten für kleines Geld kaufen können. Auch bei der Speisekarte wolle man flexibel bleiben und berücksichtigen, was Kindern schmeckt.
Die Barrierefreiheit ist nach Angaben von Koch bereits bei den Arbeiten an der Gastronomiefläche berücksichtigt worden. Auch der Zugang zur Toilette und die Toilette selbst sind barrierefrei.
Das Facettenreich soll damit mehr sein als ein Restaurant für die Mittagspause. Koch möchte einen Ort schaffen, an dem Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen zusammenkommen können.
Die Vorfreude ist jedenfalls groß. „Von daher ist hier jeder herzlich willkommen“, sagt Koch. Sie hofft, dass die Bad Honnefer das neue Angebot nutzen und das Facettenreich zu einem lebendigen Treffpunkt wird.









