Bad Honnef. Obwohl der FV Bad Honnef bereits in der zweiten Runde des Kreispokals ausgeschieden ist, darf der Verein weiter vom Pokalfieber träumen. Möglich macht das die Fair-Play-Wertung des Fußball-Verbandes Mittelrhein (FVM). Als eine der fairsten Mannschaften der vergangenen Saison hat sich der HFV einen Startplatz im Bitburger-Pokal gesichert.
Damit zahlt sich ein Verhalten aus, das im Amateurfußball häufig zu wenig Beachtung findet. Der FVM zeichnet Jahr für Jahr Mannschaften aus, die nicht nur sportlich überzeugen, sondern sich auch durch besonders faires Auftreten auf und neben dem Platz auszeichnen. Grundlage der Wertung sind unter anderem Gelbe, Gelb-Rote und Rote Karten sowie weitere sportgerichtliche Entscheidungen. Je weniger sogenannte Maluspunkte eine Mannschaft sammelt, desto besser fällt ihre Platzierung in der Fair-Play-Tabelle aus.
Nach Angaben des Verbandes soll der Wettbewerb Vereine dazu motivieren, Respekt gegenüber Gegnern, Schiedsrichtern und Zuschauern zu leben. Dass sportlicher Erfolg und Fairness kein Widerspruch sind, zeigt sich regelmäßig daran, dass viele erfolgreiche Mannschaften gleichzeitig weit oben in der Fair-Play-Wertung stehen.
Für den FV Bad Honnef eröffnet die Auszeichnung nun die Chance auf ein attraktives Pokalspiel gegen einen höherklassigen Gegner. Mit etwas Losglück könnte ein namhafter Verein nach Bad Honnef kommen – und möglicherweise sogar bereits im neuen Stadion antreten.
Ob es tatsächlich zu einem solchen Fußball-Highlight kommt, entscheidet sich heute Abend. Dann wird die erste Runde des Bitburger-Pokals ausgelost. Spieler, Verantwortliche und Fans des FV Bad Honnef dürfen gespannt sein, welchen Gegner das Los bereithält.
Unabhängig vom Ausgang der Auslosung steht schon jetzt fest: Fair Play hat sich für den FV Bad Honnef gelohnt.










