Sankt Augustin. Mit einer dreisten Masche hat ein unbekannter Mann am Dienstag ein Ehepaar in dessen Wohnung bestohlen. Der Täter gab sich als Feuerwehrmitarbeiter aus und verschaffte sich unter einem Vorwand Zugang zu der Wohnung.
Nach Angaben der Polizei klingelte der Mann gegen 13 Uhr an der Wohnungstür eines Ehepaares in der vierten Etage. Er trug eine Weste mit einem im Brustbereich befestigten Ausweis und behauptete, im Auftrag der Feuerwehr und der Stadt eine Brandschutzüberprüfung durchführen zu müssen.
Die Bewohner ließen den Mann in die Wohnung. Wenig später ging er gemeinsam mit den beiden Senioren ins Badezimmer und schloss die Tür von innen. Dort drehte er sämtliche Wasserhähne auf. Gleichzeitig täuschte er ein Telefonat mit einem Kollegen vor, der angeblich in der darüberliegenden Wohnung tätig sei.
Als die Seniorin das Badezimmer nach einigen Minuten verlassen wollte, stellte sich der Unbekannte ihr in den Weg. Die Tür müsse noch kurz geschlossen bleiben, erklärte er. Nach etwa fünf Minuten verließen alle drei das Badezimmer. Der Mann verabschiedete sich anschließend und verließ die Wohnung.
Erst im Nachhinein kam dem Ehepaar die Situation verdächtig vor. Eine Angehörige vermutete einen Diebstahl und forderte die Senioren auf, ihre Wertsachen zu überprüfen. Dabei stellte die 88-Jährige fest, dass Schmuck und ein vierstelliger Bargeldbetrag fehlten.
Nach Einschätzung der Polizei könnte während der Ablenkung im Badezimmer ein zweiter Tatverdächtiger die Wohnung betreten und die Wertsachen entwendet haben.
Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Zeugen, die am Dienstag gegen 13 Uhr verdächtige Personen im Bereich des Tatortes beobachtet haben, werden gebeten, sich unter 02241 541-3321 zu melden.
Polizei warnt vor falschen Amtsträgern
Die Polizei warnt eindringlich davor, unbekannte Personen unangekündigt in die Wohnung zu lassen. Wer sich als Mitarbeiter einer Behörde, Feuerwehr oder eines anderen Dienstes ausgibt, sollte sich entsprechend ausweisen und eine Legitimation vorzeigen.
Im Zweifel sollte bei der angegebenen Stelle nachgefragt werden. Auch die Hinzuziehung einer Vertrauensperson kann helfen. Die Polizei empfiehlt zudem, mit älteren Angehörigen über solche Betrugsmaschen zu sprechen.










