In Bad Honnef war Rhein in Flammen bislang immer ein begehrtes "Volksfest". Aber auch hier fällt die Veranstaltung in diesem Jahr aus

FDP will „Rhein in Flammen“ retten

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Bad Honnef – Die Marke „Rhein in Flammen“ ist aus Sicht der Freien Demokraten aus Bonn, Rhein-Sieg und von der Ahr gefährdet. Grund: Wegen der Kosten werden sich viele Kommunen in diesem Jahr nicht an dem Event beteiligen. Statt der Sternfahrt bis Linz wird es diesmal nur einen Konvoi zwischen Mehlem und der Nordbrücke und die Veranstaltung in der Rheinaue mit abschließendem Feuerwerk geben. Damit verliere die Veranstaltung einen Großteil ihrer Anziehungskraft, wie der schleppende Kartenverkauf für die teilnehmenden Schiffe beweise, so die FDP.

„In der Spitze hat Rhein in Flammen 500.000 Gästen an den 29 km Rheinufer und 12.000 Schiffsgästen angezogen und ist damit ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für die Gastronomie, die Hotellerie sowie die nachgelagerten Wirtschaftszweige“, erklärt Werner Hümmerich, Fraktionsvorsitzender der FDP Bonn. „Die Marke Rhein in Flammen hat eine hohen Wiedererkennungswert und ist das einzige gemeinsame Großereignis von Bonn, dem Rhein-Sieg-Kreis und der Ahr mit nationaler und sogar internationaler Strahlkraft“ ergänzt Christian Koch, Fraktionsvorsitzender der FDP im Kreistag des Rhein-Sieg-Kreises. „Um den Tourismus nicht nur an der Ahr anzukurbeln, brauchen wir solche außergewöhnlichen Großereignisse, die den Blick auf unsere Region lenken“, so auch Ulrich van Bebber, Fraktionsvorsitzender der FDP im Kreistag Ahrweiler.

Rhein in Flammen 2017 auf der Insel mit Part of the Crowd

Die FDP-Vertreter fordern nun die Kommunen entlang des Rheins auf, im nächsten Jahr „trotz aller finanziellen kommunalen Schwierigkeiten über ihren Schatten zu springen und die Gelder für die Teilnahme an Rhein in Flammen bereitzustellen“.

Nach den Vorstellungen der Freien Demokraten könnten mit modernen Lichtkonzepten gestalterisch ganz neue Wege eingeschlagen werden.

Die Stellvertretende Kreisvorsitzende der FDP Ahrweiler und Fraktionsvorsitzende im Rat der Stadt Remagen, Christina Steinhausen, hält es für unprofessionell, eine etablierte Marke wie Rhein in Flammen leichtfertig aufzugeben. „Wenn es Kritik und Ideen gibt, gehören die intern mit allen Beteiligten diskutiert und danach arbeiten alle zielgerichtet für dieses touristische Highlight weiter.“, so Steinhausen.

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