Königswinter. Mehr als fünf Jahre nach zwei brutalen Tankstellenüberfällen in Königswinter und Hennef hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Der 27-Jährige wurde am Dienstag, 13. Oktober 2026, an seiner Wohnanschrift in Hennef festgenommen. Ein Haftrichter ordnete am Mittwoch Untersuchungshaft wegen Fluchtgefahr an.
Die Überfälle ereigneten sich in den frühen Morgenstunden des 24. Oktober 2021. Gegen 4 Uhr stach ein maskierter Mann mit einem Messer mehrfach auf einen Kunden am Nachtschalter einer Tankstelle an der Straße „Im Mühlenbruch“ in Königswinter ein. Anschließend forderte er vom Tankstellenmitarbeiter Bargeld. Dieser kam der Forderung jedoch nicht nach.
Nur etwa 15 Minuten später kam es zu einem weiteren Überfall auf eine Tankstelle an der Frankfurter Straße in Hennef. Dort öffnete der Mitarbeiter auf Aufforderung des Räubers die Kasse. Der Täter nahm die Geldscheine an sich und verlangte anschließend, dass der Tresor geöffnet werde. Dabei stach er dem Kassierer mit einem Messer ins Bein.
Fahndung führte nach Fernsehausstrahlung zu neuen Ermittlungen
Auch die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY … ungelöst“ berichtete am 17. Januar 2024 über die beiden Raubüberfälle. Ein Hinweis aus der Bevölkerung brachte die Ermittlungen nun entscheidend voran.
Die Ermittlungen wurden in enger Abstimmung zwischen der Bonner Staatsanwaltschaft, dem Kriminalkommissariat 13 der Bonner Polizei und dem Kriminalkommissariat 3 der Polizei Rhein-Sieg-Kreis geführt.
Nach seiner Festnahme wurde der 27-Jährige auf Antrag der Bonner Staatsanwaltschaft einem Haftrichter vorgeführt. Dieser ordnete Untersuchungshaft wegen Fluchtgefahr an. Der Tatverdächtige wurde anschließend in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.
Nach Angaben der Polizei ist der Mann in der Vergangenheit bereits polizeilich in Erscheinung getreten, unter anderem wegen verschiedener Verkehrsdelikte.









