Königswinter. Die Diskussion um die Zukunft des Freibads in Königswinter nimmt erneut Fahrt auf. Die Königswinterer Wählerinitiative (KöWIs) spricht sich dafür aus, die geplante Sanierung des Freibads nun zügig umzusetzen und das Projekt nicht weiter zu verzögern.
Nach Angaben der Wählerinitiative habe man sich bereits in der früheren Koalition klar für den Erhalt und die Modernisierung des Freibads eingesetzt. Ziel sei es, die Freibadsaison 2028 – passend zum 75-jährigen Bestehen der Anlage – mit einem umfassend renovierten Freibad im Stil der 1950er-Jahre eröffnen zu können.
Hintergrund der aktuellen Debatte ist ein neuer Förderaufruf des Bundesprogramms zur Sanierung kommunaler Sporteinrichtungen mit Schwerpunkt Schwimmbäder. Die Stadt Königswinter hatte sich bereits bei einem früheren Förderverfahren um finanzielle Unterstützung bemüht. Zwar galt das Projekt damals grundsätzlich als förderfähig, einen Zuschlag erhielt die Kommune jedoch nicht.
Die Stadtverwaltung weist nun darauf hin, dass bereits Ausschreibungen oder erste Auftragsvergaben als sogenannter „förderschädlicher Baubeginn“ gewertet werden könnten. Dadurch könnte eine spätere Förderung ausgeschlossen werden.
Für die KöWIs ist deshalb entscheidend, dass eine mögliche Förderung zwar geprüft und genutzt werden soll, die Sanierung aber nicht erneut auf unbestimmte Zeit verschoben werden dürfe. Sollte ein weiteres Warten dazu führen, dass sich der Baustart erneut deutlich verzögert, müsse die Stadt nach Auffassung der Initiative dennoch mit der Umsetzung beginnen.
Die Wählerinitiative verweist dabei auch auf die weiterhin steigenden Baukosten. Jeder zusätzliche Aufschub könne die Maßnahme erheblich verteuern. Gleichzeitig handele es sich bei der Freibadsanierung um eine langfristige Investition in die städtische Infrastruktur sowie in Freizeit-, Sport- und Bildungsangebote.
„Auch für uns KöWIs ist das Freibad ein Herzensprojekt. Die politische Entscheidung für Erhalt und Sanierung ist längst getroffen worden. Deshalb können jetzt auch Tatsachen geschaffen und die Umsetzung begonnen werden“, erklärte KöWi-Vertreter Roßbach.
Die KöWIs betonen zudem die Bedeutung des Freibads für Schwimmausbildung, Vereinsleben und Freizeitgestaltung in der Stadt. Nach Jahren intensiver Diskussionen brauche das Projekt nun vor allem Planungssicherheit und sichtbare Fortschritte.
Die Königswinterer Wählerinitiative versteht sich nach eigenen Angaben als sachorientierte und bürgernahe politische Kraft mit Schwerpunkten in den Bereichen Bildung, nachhaltige Stadtentwicklung und Bürgerbeteiligung.










