Bad Honnef. Auf großes Interesse stieß die jüngste Gesundheitsveranstaltung im Foyer des Rathauses. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher informierten sich über das Thema Bluthochdruck, das als einer der bedeutendsten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen gilt.
Eingeladen hatten der Verein „Gesundes Bad Honnef e. V.“ und der Bundesselbsthilfeverband für Osteoporose in Kooperation mit dem Fachbeirat „Menschen im Alter“ der Stadt Bad Honnef. Nach der Begrüßung durch Helga Ebel-Gerlach stellte die Referentin Dr. Ulrike Stock-Bâ, Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie, Ursachen, Risiken und Behandlungsmöglichkeiten der Erkrankung vor.
Die Medizinerin erläuterte, dass Bluthochdruck durch ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren entsteht. Neben genetischen Veranlagungen spielen Umweltbedingungen sowie soziale und psychosoziale Einflüsse eine wichtige Rolle. Da die Erkrankung meist keine Schmerzen verursacht und oft lange unbemerkt bleibt, seien regelmäßige Blutdruckkontrollen und Langzeitmessungen besonders wichtig.
Dr. Stock-Bâ wies zudem auf mögliche Folgeschäden hin. Unbehandelter Bluthochdruck kann Herz, Gehirn, Nieren und Augen dauerhaft schädigen und erhöht das Risiko für Diabetes sowie Herzschwäche erheblich.
Ein Schwerpunkt des Vortrags lag auf der Vorbeugung. Eine gesunde Lebensweise könne entscheidend dazu beitragen, den Blutdruck zu senken oder einer Erkrankung vorzubeugen. Dazu gehören regelmäßige Bewegung, eine mediterrane und salzarme Ernährung, die Kontrolle des Körpergewichts sowie der Verzicht auf Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum. Erst wenn diese Maßnahmen nicht ausreichen, kommen Medikamente zum Einsatz, mit denen sich Bluthochdruck in der Regel gut behandeln lässt.
Die Veranstaltungsreihe wird im Herbst fortgesetzt. Geplant sind zwei weitere Vorträge im Rathausfoyer:
18. September 2026, 15 Uhr: „Probleme mit der Wirbelsäule – welche konservativen Möglichkeiten gibt es? Wann muss operiert werden?“ Referent: PD Dr. Johannes Kuchta, Neurochirurg.
16. Oktober 2026, 15 Uhr: „Möglichkeiten zur Behandlung von Arthrose“. Referent: Dr. Holger Haas, Chefarzt der Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie.
Die Organisatoren freuen sich bereits auf die kommenden Veranstaltungen und den weiteren Austausch rund um wichtige Gesundheitsthemen.










