Bad Honnef. Die Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen setzt sich für eine Neugestaltung des Platzes an der Ecke Rommersdorfer Straße/Bismarckstraße ein. Für die Sitzung des Planungsausschusses am 9. Juni 2026 haben die Grünen einen Antrag eingebracht, mit dem die Stadtverwaltung beauftragt werden soll, die bereits seit mehreren Jahren diskutierte Umgestaltung der Fläche aktiv voranzutreiben.
Hintergrund ist die aktuelle Situation auf dem Platz, der während der Neugestaltung der Rommersdorfer Straße als Baustelleneinrichtungsfläche genutzt wurde. Nach Abschluss der Bauarbeiten wurde die Fläche vollständig asphaltiert und mit Findlingen abgegrenzt. Aus Sicht der Grünen bietet der Platz in seinem jetzigen Zustand weder Aufenthaltsqualität noch ökologische Vorteile.
Die Fraktion kritisiert insbesondere die vollständige Versiegelung der Fläche. Diese führe zu einer verstärkten Aufheizung in den Sommermonaten und lasse weder Raum für Pflanzen noch für Tiere. Zudem erfülle der Platz nach Ansicht der Antragsteller keine erkennbare Funktion als Verkehrsfläche.
Bereits im Jahr 2023 war politisch ein Konzept beschlossen worden, das eine Begrünung des Areals mit Bäumen und Beeten sowie die Einrichtung von Sitzgelegenheiten vorsieht. An diese Planungen wollen die Grünen nun anknüpfen. Ziel sei es, einen attraktiven Aufenthalts- und Begegnungsort für die Bürgerinnen und Bürger zu schaffen.
Darüber hinaus verweisen die Grünen auf die Bedeutung solcher Flächen für die Klimaanpassung in den Städten. Durch entsiegelte und begrünte Bereiche könne Regenwasser besser versickern, die Umgebungstemperatur gesenkt und die Artenvielfalt gefördert werden. Die Fläche könne damit zugleich als kleiner Baustein eines innerstädtischen Biotopverbundes dienen.
In ihrem Antrag fordern die Grünen die Verwaltung auf, das Gespräch mit dem Eigentümer der Fläche zu suchen, um eine einvernehmliche Lösung für die Aufwertung des Platzes zu erreichen. Gleichzeitig soll geprüft werden, ob ordnungsrechtliche Möglichkeiten bestehen, den Eigentümer zu einer Verbesserung der Fläche zu verpflichten.
Auch die angrenzenden Bereiche vor der Gesamtschule sollen nach dem Willen der Grünen in die Überlegungen einbezogen werden. Dort sehen die Antragsteller ebenfalls Potenzial für eine ökologische und gestalterische Aufwertung.
Über den Antrag wird der Planungsausschuss am 9. Juni beraten.









