Bad Honnef. Mit dem wachsenden Anteil erneuerbarer Energien im Stadtgebiet rückt die Frage nach ausreichenden Energiespeichern zunehmend in den Fokus. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Stadt Bad Honnef hat dazu eine Anfrage an die Stadtverwaltung gerichtet und möchte erfahren, wie die Kommune auf die Herausforderungen der Energiewende vorbereitet ist.
Die Grünen verweisen darauf, dass Wind- und Solarenergie nicht gleichmäßig über das Jahr verteilt zur Verfügung stehen. Während Windkraft vor allem in den windreichen Monaten hohe Erträge liefert, wird Solarstrom überwiegend in den sonnenreichen Zeiten des Jahres erzeugt. Für eine effiziente Nutzung lokal erzeugter Energie sowie zur Sicherung der Netzstabilität seien daher sowohl kurzfristige als auch saisonale Speicherlösungen erforderlich.
In ihrer Anfrage weist die Fraktion zudem auf bestehende Förderprogramme hin. So unterstützt das Landesprogramm „progres.nrw“ die Anschaffung von Solarstromspeichern, außerdem stehen zinsgünstige Kredite der KfW zur Verfügung.
Von der Verwaltung möchten die Grünen unter anderem wissen, welche größeren Projekte zur Energiespeicherung im Stadtgebiet geplant oder bereits in der Umsetzung sind. Dabei geht es beispielsweise um Batteriespeicher, Wasserstoffspeicher oder andere Technologien. Ebenso wird gefragt, ob städtische Gebäude künftig grundsätzlich mit lokalen Speicherlösungen ausgestattet werden sollen.
Auch die Rolle privater Haushalte und Unternehmen steht im Mittelpunkt der Anfrage. Die Fraktion erkundigt sich danach, wie viele private Speicheranlagen der Stadt bekannt sind und welches Potenzial für einen weiteren Ausbau gesehen wird. Darüber hinaus soll die Verwaltung darlegen, wie private Akteure künftig stärker in eine koordinierte Speicherstrategie eingebunden werden könnten – etwa über Bürgerenergiegenossenschaften oder sogenannte virtuelle Kraftwerke, bei denen zahlreiche dezentrale Anlagen digital vernetzt werden.
Schließlich möchten die Grünen erfahren, ob bereits ein kommunales Energiespeicherkonzept existiert oder dessen Erstellung geplant ist. Falls nicht, regen sie an, ein solches gemeinsam mit der Bad Honnef AG (BHAG) und externen Fachleuten zu erarbeiten.










