Bad Honnef. Als fairste Mannschaft der Landesliga hatte sich der FV Bad Honnef für den Kampf um den Mittelrheinpokal qualifiziert. Und die erste Partie in diesem Wettbewerb hatte es gleich in sich: Gegen den SV Eilendorf entwickelte sich am Sonntag an der Schmelztalstraße zunächst ein lange Zeit ausgeglichenes Spiel, das in der Schlussphase zu einem echten Pokalfight wurde. Am Ende gewann der HFV mit 3:1.
Die Gäste aus Eilendorf, in der vergangenen Saison Tabellensiebter der Landesligastaffel 2, erwiesen sich dabei als erwartet unangenehmer Gegner. Beide Mannschaften hatten ihre Phasen, große Torchancen blieben zunächst aber Mangelware.

Eine der besten Möglichkeiten hatte zunächst der HFV. Timo Balte nahm im Strafraum eine Flanke auf, brachte den Ball jedoch nicht im Tor unter.
Noch vor der Pause dann die große Chance für Eilendorf. Nach einem Foul des Honnefer Torwarts entschied der Unparteiische auf Elfmeter. Doch HFV-Keeper Nicolas Tischler machte seinen Fehler wieder gut und lenkte den Strafstoß an die Latte. Mit einem torlosen Unentschieden ging es in die Halbzeitpause.
Eilendorf geht in Führung
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie lange offen. Gut die Hälfte der zweiten Halbzeit war gespielt, als der HFV für einige Minuten den Faden verlor. Diese Phase nutzte Eilendorfs Dejan Jovanovic eiskalt: Mit einem sehenswerten Schuss ins linke Eck brachte er die Gäste mit 1:0 in Führung.
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Kurz zuvor hatte HFV-Trainer Benjamin Krayer bereits reagiert. Philip Miermann kam für Markus Wiemer, Arman Petrosjan ersetzte Elhan Islamovic. Nach dem Gegentor folgten zwei weitere Wechsel: Fritz Spürkel kam für David Mitkas, Bryan Defang für Maximilian Stang.
Defang und Spürkel sorgen für die Wende
Und die Wechsel sollten sich auszahlen. Nur sechs Minuten nach dem Rückstand schlug die „Grüne Welle“ zurück. Bryan Defang sorgte für den Ausgleich und brachte die Honnefer wieder ins Spiel.
Nun war es endgültig ein Pokalfight – mit dem besseren Ende für den Gastgeber. In der Nachspielzeit erzielte Ertugrul Ünal mit einem irren Freistoß unter die Latte, von wo aus der Ball hinter die Torlinie knallte, das 2:1 für den HFV. Und Sekunden vor dem Schlusspfiff setzte Fritz Spürkel noch einen drauf: 3:1.
Aus einem lange Zeit ausgeglichenen Spiel mit wenigen Höhepunkten wurde in der Schlussphase ein emotionales Pokalduell, das der FV Bad Honnef letztlich für sich entschied.
Warten auf den nächsten Gegner
Wer in der nächsten Runde auf den HFV wartet, wird die Auslosung zeigen. Theoretisch könnte es bereits gegen einen der großen Namen des Mittelrheinpokals gehen – etwa gegen Fortuna Köln, Alemannia Aachen oder, sofern sich die Kölner am Mittwoch durchsetzen, Viktoria Köln.
HFV-Trainer Benjamin Krayer hätte gegen ein solches Highlight allerdings nichts einzuwenden – nur vielleicht noch nicht sofort. Lieber würde er mit seiner Mannschaft noch zwei oder drei Runden weiterkommen, bevor den Honnefer Fans ein großer Pokalabend gegen einen der Topfavoriten geboten wird.
Leise Erinnerungen werden an das Achtelfinale im Mittelrheinpokal im Oktober 2012 wach. Damals schafften die Honnefer im Menzenberger Stadion nach einem 0:2-Rückstand noch den Ausgleich. Erst im Elfmeterschießen hatten sie das Nachsehen. HFV-Trainer Benjamin Krayer war damals als Spielert dabei.










