Bad Honnef. Bad Honnef könnte künftig einen weiteren Beitrag zum Artenschutz leisten. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen beantragt für die kommende Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses am 9. Juni, bei neuen oder zu erneuernden Buswartehäuschen ausschließlich Verglasungen einzusetzen, die wirksam vor Vogelschlag schützen.
Nach Auffassung der Grünen stellen die großflächigen Glasflächen vieler Wartehäuschen für Vögel eine erhebliche Gefahr dar. Transparente oder spiegelnde Scheiben würden von den Tieren häufig nicht als Hindernis wahrgenommen. Die Folge seien jedes Jahr Millionen tödlicher Kollisionen mit Glasflächen. Schätzungen der staatlichen Vogelschutzwarten gehen deutschlandweit von mehr als 100 Millionen betroffenen Vögeln jährlich aus.
Mit ihrem Antrag möchte die Fraktion erreichen, dass die Stadt bei künftigen Projekten auf spezielle Musterungen oder Markierungen setzt, die von Vögeln erkannt werden können. Die oft verwendeten Greifvogelsilhouetten gelten nach heutigen Erkenntnissen als weitgehend wirkungslos. Moderne Lösungen seien dagegen deutlich effektiver und könnten zugleich gestalterisch ansprechend umgesetzt werden.
Die Grünen verweisen darauf, dass zahlreiche Kommunen in der Region bereits entsprechende Standards anwenden. Genannt werden unter anderem Bonn, Köln, Leverkusen und Swisttal. Auch in Bad Honnef solle der Vogelschutz künftig bei der Planung öffentlicher Infrastruktur stärker berücksichtigt werden.
Nach den Vorstellungen der Fraktion könnten die Schutzmuster sogar individuell gestaltet werden, etwa durch die Einbindung städtischer Symbole oder lokaler Motive. Dadurch ließen sich Funktionalität und Gestaltung miteinander verbinden.
Über den Antrag wird der Planungs- und Umweltausschuss in seiner Sitzung am kommenden Dienstag beraten (09.06.2026 – 18:00 Uhr – Ratssaal).











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