Bad Honnef/Rhein-Sieg-Kreis. Der Immobilienmarkt im Rhein-Sieg-Kreis zeigt sich weiterhin robust: Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten bleiben die Preise auf hohem Niveau stabil, während die Zahl der Transaktionen deutlich anzieht. Das geht aus dem aktuellen Grundstücksmarktbericht 2026 des Gutachterausschusses hervor.
Demnach stieg die Zahl der Kaufverträge im Jahr 2025 um neun Prozent, der Geldumsatz legte sogar um 17 Prozent auf rund 2,1 Milliarden Euro zu. „Das Preisniveau war nach wie vor hoch, größere Veränderungen zum Vorjahr sind jedoch nicht erkennbar“, erklärte der Vorsitzende des Gutachterausschusses, Martin Kütt.
Bad Honnef bei Baulandpreisen vorn
Besonders gefragt bleiben Baugrundstücke. Insgesamt wurden 417 unbebaute Grundstücke verkauft – rund 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Die höchsten Bodenrichtwerte wurden erneut in Bad Honnef und Siegburg erzielt. In guten Wohnlagen lagen die Preise hier bei über 700 Euro pro Quadratmeter.
Am unteren Ende der Skala rangiert die Windeck mit rund 125 Euro pro Quadratmeter in guten Lagen.
Auch bei Gewerbegrundstücken zeigt sich ein stabiles Bild: Der durchschnittliche Bodenrichtwert lag 2025 bei etwa 100 Euro pro Quadratmeter – mit einer Spanne von 34 Euro in Windeck bis zu 185 Euro in Alfter und Hennef (Sieg).
Hauspreise stagnieren – Nachfrage steigt
Bei bebauten Grundstücken bleibt das Preisniveau ebenfalls konstant. Für freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser wurden im Schnitt 444.000 Euro gezahlt – nahezu unverändert zum Vorjahr. Die Preisspanne reicht von 245.000 Euro in Windeck bis zu 545.000 Euro in Siegburg.
Dagegen verteuerten sich Doppelhaushälften und Reihenendhäuser um etwa sieben Prozent auf durchschnittlich 392.000 Euro. Reihenmittelhäuser legten moderat um zwei Prozent auf rund 381.000 Euro zu.
Auffällig ist die steigende Marktaktivität: Das Transaktionsvolumen bei bebauten Wohngrundstücken erhöhte sich um rund 17 Prozent, der Geldumsatz bei Ein- und Zweifamilienhäusern stieg auf über 900 Millionen Euro.
Eigentumswohnungen wieder stärker gefragt
Auch der Markt für Eigentumswohnungen zieht an: 14 Prozent mehr Verkäufe wurden 2025 registriert, bei einem Gesamtumsatz von rund 350 Millionen Euro. Die Preisspanne ist dabei erheblich: Neubauwohnungen (ab Baujahr 2011) erreichen in Bad Honnef bis zu 7.100 Euro pro Quadratmeter. Deutlich günstiger bleibt es in Städten wie Meckenheim, Rheinbach und Sankt Augustin mit etwa 650 bis 700 Euro pro Quadratmeter.
Transparenz durch offizielle Daten
Der Grundstücksmarktbericht wird vom unabhängigen Gutachterausschuss erstellt, der beim Amt für Katasterwesen und Geoinformation angesiedelt ist. Die aktuellen Boden- und Immobilienrichtwerte sind kostenfrei über das Online-Portal BORIS NRW abrufbar.
Für Bad Honnef bedeutet der aktuelle Bericht vor allem eines: Die Stadt bleibt eine der gefragtesten Wohnlagen im Rhein-Sieg-Kreis – mit entsprechend hohen Preisen, aber auch anhaltend großer Nachfrage.









