Bad Honnef. Im sächsischen Heidenau soll es künftig keine weiteren Stolpersteine im öffentlichen Straßen- und Gehwegbereich geben. Einen entsprechenden Antrag haben Stadträte von CDU und AfD gemeinsam mit Vertretern des „Bündnisses Oberelbe für mehr Demokratie“ eingebracht. Der Stadtrat berät darüber am Donnerstagabend. Das berichten verschiedene Medien, unter anderem der Spiegel.
Statt der dezentralen Gedenksteine soll das Erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus nach dem Willen der Antragsteller stärker an einem zentralen Ort stattfinden. Vorgesehen ist dafür insbesondere der Nordfriedhof. Die Gedenkelemente sollen dort so gestaltet werden, dass sie nicht betreten werden können.
Die Antragsteller begründen ihren Vorstoß unter anderem damit, dass Stolpersteine im Gehweg von Passanten möglicherweise gedankenlos betreten würden. Zudem heißt es im Antrag, viele Bürger, Angehörige und Initiativen empfänden diese Form des Gedenkens als nicht angemessen.
Stadtverwaltung gegen Antrag
Die Heidenauer Stadtverwaltung empfiehlt dagegen, den Antrag abzulehnen. Das Gedenken an die Verfolgten des NS-Regimes solle auch künftig „sichtbar und wahrnehmbar im öffentlichen Raum“ stattfinden. Gerade dadurch werde eine breite Wahrnehmung und die unmittelbare Auseinandersetzung mit der Geschichte ermöglicht.
In Heidenau liegen derzeit fünf Stolpersteine an zwei Standorten. Einer erinnert an den früheren Bürgermeister Paul Gröger. Der Stadtrat hatte bereits 2019 die Verlegung eines Stolpersteins für Gröger vor dem Rathaus beschlossen.
In Bad Honnef wurden laut der Bad Honnefer Grünen bislang 18 Stolpersteine verlegt. In den vergangenen Jahren haben die Grünen anlässlich der Reichspogromnacht zu einem Mahngang eingeladen,
In diesem Jahr soll es auf Anregung einer privaten Initiative in Bad Honnef ein bedeutendes jüdisches Fest geben.










