Bad Honnef/Siebengebirge – Henri ist ein freundlicher Hund. Menschen gegenüber zeigt sich die etwa sechs Jahre alte Französische Bulldogge aufgeschlossen und liebenswert. Doch schon ein kurzer Blick auf den Rüden macht deutlich, dass mit ihm etwas nicht stimmt: Henri bekommt kaum Luft.
Seine Nase ist extrem kurz gezüchtet. Bei jedem Atemzug muss er sich anstrengen, begleitet von deutlich hörbaren Grunzlauten. Für Sabine Ritzenhofen, Leiterin der Hundeabteilung beim Tierschutz Siebengebirge, war der Anblick des Hundes kaum zu ertragen. Obwohl sie im Tierschutz viel Leid erlebt, kamen ihr bei Henri die Tränen.
Henri war erst wenige Wochen zuvor von privat in ein neues Zuhause vermittelt worden. Doch schnell zeigte sich, dass seine gesundheitlichen Probleme die neuen Halter finanziell und organisatorisch überforderten. Sie gaben den Hund beim Tierschutz Siebengebirge ab. Die ursprünglichen Halter wollten Henri nicht zurücknehmen.
Nun soll der Rüde beim Tierschutz die medizinische Hilfe bekommen, die er dringend benötigt. Eine Operation an den Atemwegen ist notwendig, damit Henri künftig besser Luft bekommt. Ob weitere Eingriffe erforderlich sein werden, lässt sich derzeit noch nicht sagen.
Auch die Haut ist schwer entzündet
Doch die Atemprobleme sind nicht Henris einzige gesundheitliche Baustelle. Besonders im Gesicht ist seine Haut stark entzündet. Die Falten sind wund und teilweise blutig.
Als mögliche Ursache kommt unter anderem eine Futtermittelunverträglichkeit infrage. Deshalb muss zunächst herausgefunden werden, welches Futter Henri verträgt. Gleichzeitig soll untersucht werden, ob weitere Erkrankungen vorliegen.
Für den Tierschutz Siebengebirge bedeutet Henris Aufnahme daher nicht nur intensive Betreuung, sondern auch erhebliche Kosten. Zahlreiche Tierarztbesuche, Untersuchungen, Spezialfutter und mindestens eine Operation stehen bevor.
„Sechs Jahre leiden müssen nun aufhören“, lautet sinngemäß die Hoffnung des Vereins. Henri soll endlich ein Hundeleben führen können, bei dem Atmen keine tägliche Anstrengung mehr bedeutet.
Tierschutz bittet um Unterstützung
Damit die notwendigen Behandlungen finanziert werden können, bittet der Tierschutz Siebengebirge um Spenden.
Unterstützt werden kann Henri per Überweisung:
Tier-, Natur- und Artenschutz Siebengebirge e.V.
Kreissparkasse Köln
IBAN: DE70 3705 0299 0000 1916 01
BIC: COKSDE33XXX
Verwendungszweck: Hundeabteilung
Auch das benötigte Spezialfutter kann über die Wunschliste des Vereins finanziert werden. Dort findet sich unter dem Bereich „Hunde“ entsprechendes Futter für Henri.
Weitere Informationen gibt es beim Tierschutz Siebengebirge sowie auf dessen Website und Social-Media-Kanälen.
Henris Geschichte steht zugleich beispielhaft für ein Problem, auf das Tierschutzorganisationen immer wieder aufmerksam machen: Bei Französischen Bulldoggen können die auf bestimmte äußerliche Merkmale ausgerichtete Zucht und die daraus resultierenden anatomischen Veränderungen zu erheblichen gesundheitlichen Problemen führen.
Für Henri zählt jetzt zunächst etwas ganz Einfaches: endlich richtig Luft bekommen.
red / Tierschutz Siebengebirge










