Hockeyplatz: 2. Vorsitzender hält Rechnung der Stadt für irreführend

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Bad Honnef | In der Ratssitzung heute Abend, 18 Uhr, soll eine weitere Weiche für die Bebauung des jetzigen Hockeyplatzes gestellt werden. Der Rat soll seine Zustimmung zur Fortführung des Aufstellungsverfahrens für den Bebauungsplan geben. Die SPD ist dagegen und der Hockeyverein kämpft ums Überleben.

Er befürchtet, dass er mit Aufgabe des jetzigen Geländes auch seine Identität als sozial- und gesellschaftlich orientierter Familienverein verlieren könnte.

Die Stadt möchte auf dem Platz Immobilien errichten und geht von einem Erlös von etwa zwei Millionen EUR aus. Diese Summe wird allerdings von Fachleuten angezweifelt. Hinzu kommt, dass nicht sicher ist, wie vergiftet der Boden der ehemaligen Müllhalde ist, auf dem auch Sozialwohnungen entstehen sollen.

Mit dem Erlös soll das Menzenberger Stadion und die Halle saniert werden. Nun zieht der 2. Vorsitzende des HCH, Wilhelm Strohmeier, kurz vor Beginn der Sitzung die Plausibilität in Frage. „Bei der Ausgangssituation für die Sanierung der gesamten Menzenberger Sportanlage wird von gut 2 Millionen EUR ausgegangen. Darin enthalten wären aber der Kunstrasen samt Flutlicht – mit Kosten von rund einer Million EUR“, so Strohmeier. Bliebe der Hockeyplatz erhalten, würden diese Kosten nicht entstehen. Die eigentliche Sanierung der Menzenberger Anlage beliefe sich dann je nach Ausbau nur auf ca. eine Million EUR und der Parkettboden sei für rund 200.000 EUR bereits saniert.

Den Bau des Hockeyplatzes hätte die Stadt lediglich mit 15.000 DM bezuschusst, insgesamt hätte er 300.000 DM gekostet, so Strohmeier.

Wie der Rat entscheidet, können interessierte Bürger heute ab 18 Uhr im Ratssaal der Stadt erfahren.

 

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