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Bad Honnef-Rhöndorf. Bei hochsommerlichen Temperaturen fand am Samstag der Hofflohmarkt in Rhöndorf statt. Was in den vergangenen Jahren regelmäßig zahlreiche Besucherinnen und Besucher in die engen Gassen des Veedels lockte, verlief diesmal deutlich ruhiger. Der Andrang blieb überschaubar, und auch manche Anwohnerinnen und Anwohner verzichteten offenbar auf einen eigenen Flohmarktstand.
Ein naheliegender Grund dürfte die große Hitze gewesen sein. Bei Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke zog es viele Menschen eher an den Rhein oder ins Freibad als auf einen Trödelrundgang durch Rhöndorf.
Möglicherweise spielt aber noch ein weiterer Faktor eine Rolle. Im vergangenen Jahr setzte die Stadt Bad Honnef das Feiertagsgesetz konsequent um und untersagte einen für den 1. Mai geplanten Siedlungsflohmarkt. Seitdem finden die Hofflohmärkte überwiegend samstags statt. Und an diesem Tag haben die Menschen auch noch andere Interessen: einkaufen, Rasen mähen, Auto waschen …
Trotz des insgesamt ruhigeren Verlaufs gab es auch zufriedene Gesichter. Einer, der in Rhöndorf bestens bekannt ist, war diesmal erstmals mit Raritäten vertreten: Peter Profittlich. Auch an anderen Ständen wechselten zahlreiche Gegenstände den Besitzer. Besonders Kindersachen schienen gefragt zu sein und fanden schnell neue Eigentümer.
Doch für die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer steht ohnehin nicht der finanzielle Gewinn im Vordergrund. Die Hofflohmärkte leben vor allem von den Begegnungen mit Nachbarinnen und Nachbarn, den Gesprächen am Gartenzaun und der Freude am Stöbern. Sie sind längst mehr als reine Trödelmärkte – sie sind gelebte Nachbarschaft.
Gerade deshalb wäre es wünschenswert, wenn Politik, Verwaltung und Organisatoren gemeinsam nach Lösungen suchen würden, die diese besondere Tradition langfristig sichern. Denn Haus- und Hofflohmärkte gehören für viele Menschen in Bad Honnef zum Lebensgefühl ihrer Veedel – und es wäre schade, wenn sie nach und nach an Bedeutung verlieren würden.









