Die IG Metall droht den Arbeitgebern in der laufenden Tarifrunde für vier Millionen Beschäftigte mit Streiks.
„Falls die Arbeitgeber mauern, werden wir unseren Forderungen Nachdruck verleihen. Wir sind zum Streik bereit“, sagte IG-Metall-Chefin Christiane Benner der „Süddeutschen Zeitung“. Um auf die Probleme der Autoindustrie Rücksicht zu nehmen, schlägt Benner einen Tarifabschluss in zwei Teilen vor: „Eine allgemeine Gehaltserhöhung, mit der auch die Autobranche leben kann. Und eine tarifliche Gewinnbeteiligung, damit die Beschäftigten in Boomfirmen am Erfolg teilhaben“.
Benner wies Forderungen etwa von Mercedes nach längeren Arbeitszeiten zurück. Die Mercedes-Spitze wisse genau, was sie da tue, nämlich „pure Provokation“. Wenn Mercedes-Chef Ola Källenius den Konflikt wolle, könne er ihn haben. Die deutschen Automanager hätten viele Fehler gemacht. Die deutschen Autokonzerne müssten ihre eigene Bürokratie angehen, Innovationen fördern, investieren und in neue Märkte reingehen. Die Automanager wollten 40-Stunden-Wochen einführen, „aber selber weiterschlafen“.
Benner widersprach dem Eindruck, die IG Metall habe dem Abbau von 50.000 Stellen bei VW zugestimmt. Wenn VW etwas wolle, müssten sie mit der Gewerkschaft verhandeln. Die Beschäftigten vermissten zu Recht jeden Respekt für ihre Arbeit. „Statt Perspektiven kriegen die VW-Beschäftigen vom Vorstand ständig Schläge in den Nacken.“









