Bad Honnef – Im Zuge eines groß angelegten Einsatzes gegen illegale Prostitution haben Ermittlerinnen und Ermittler am Dienstag auch ein Objekt in Bad Honnef durchsucht. Insgesamt waren 172 Einsatzkräfte im Auftrag der Bundespolizei und der Staatsanwaltschaft Aachen im Einsatz. Hintergrund sind Ermittlungen wegen des Verdachts des banden- und gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern.
Neben Bad Honnef durchsuchten die Einsatzkräfte insgesamt neun Objekte in mehreren Bundesländern, darunter jeweils ein Objekt in Aachen, Bünde, Mülheim an der Ruhr, Düsseldorf (zwei Objekte) sowie weitere Wohnungen in Hessen und Baden-Württemberg.
Im Rahmen der Maßnahmen vollstreckten die Behörden drei Haftbefehle. Die Beschuldigten wurden am Mittag einem Haftrichter am Amtsgericht Aachen sowie am Amtsgericht Herford vorgeführt. Beide Gerichte ordneten Untersuchungshaft an.
Die Ermittlungen werden seit Februar 2025 von der Inspektion Kriminalitätsbekämpfung der Bundespolizei am Frankfurter Flughafen geführt. Im Fokus stehen zwei chinesische Staatsangehörige sowie zwei deutsche Staatsangehörige im Alter von 29 bis 47 Jahren. Zwei Frauen und ein Mann sollen zahlreichen chinesischen Staatsangehörigen ohne gültigen Aufenthaltstitel ermöglicht haben, in sogenannten Tagesterminwohnungen sexuelle Dienstleistungen anzubieten. Dafür sollen sie unter anderem Wohnungen organisiert und Anzeigen auf einschlägigen Erotikplattformen geschaltet haben.
Ein weiterer Beschuldigter steht im Verdacht, über einen längeren Zeitraum Wohnraum zur Verfügung gestellt zu haben.
Bei den Durchsuchungen stellten die Ermittler drei Fahrzeuge sowie Bargeld in Höhe von 12.720 Euro und 1.910 Schweizer Franken sicher. Darüber hinaus wurden zahlreiche Beweismittel beschlagnahmt, darunter Mobiltelefone, Computer und weitere Speichermedien.
Während der Maßnahmen trafen die Einsatzkräfte zudem fünf chinesische Frauen ohne gültigen Aufenthaltstitel an. Gegen eine der Frauen lag ein offener Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Traunstein vor, der jedoch durch Zahlung einer Geldstrafe abgewendet werden konnte. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden alle Frauen an die zuständigen Ausländerbehörden übergeben.













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