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Lesen: Inflation 2025 bei 2,2 Prozent stabil – Dienstleistungen und Kerninflation bleiben hoch
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Honnef heute - Presse, Nachrichten, News > Alle Artikel > News > Inflation 2025 bei 2,2 Prozent stabil – Dienstleistungen und Kerninflation bleiben hoch
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Inflation 2025 bei 2,2 Prozent stabil – Dienstleistungen und Kerninflation bleiben hoch

Letztes Update: 16.01.2026
dts Nachrichtenagentur
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7 Min Lesezeit
Brotregal im Supermarkt (Archiv)
Brotregal im Supermarkt (Archiv) / Bild: via dts Nachrichtenagentur
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Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2025 um 2,2 Prozent gegenüber 2024 erhöht.

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„Die Entwicklung der Verbraucherpreise hat sich damit stabilisiert. Im Jahresdurchschnitt 2024 hatte die Inflationsrate ebenfalls bei +2,2 Prozent gelegen, in den Jahren zuvor deutlich über zwei Prozent“, sagte Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes (Destatis), am Freitag.

2023 hatte die Jahresdurchschnittsrate bei +5,9 Prozent gelegen, 2022 bei +6,9 Prozent und 2021 bei +3,1 Prozent. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilte, lag die monatliche Inflationsrate in Deutschland – gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat – im Dezember 2025 bei +1,8 Prozent. Zum Jahresende schwächte sich die monatliche Rate somit ab und fiel im Dezember erstmals im Jahr 2025 unter zwei Prozent. Ein noch niedrigerer Wert wurde zuletzt im September 2024 mit +1,6 Prozent erreicht.

Die Jahresteuerungsrate ohne Berücksichtigung von Energie und Nahrungsmitteln, häufig auch als Kerninflation bezeichnet, lag 2025 bei +2,8 Prozent, nach +3,0 Prozent im Jahr 2024 und +5,1 Prozent im Jahr 2023. Im Vergleich zu den beiden Vorjahren hat sich dieser Wert 2025 somit abgeschwächt, lag aber weiterhin über der Gesamtteuerung. Dies verdeutlicht, dass die Teuerung in anderen Güterbereichen im Jahresdurchschnitt 2025 weiterhin hoch war.

Dienstleistungen insgesamt verteuerten sich 2025 im Vergleich zum Vorjahr 2024 mit +3,5 Prozent überdurchschnittlich. Bereits in den zwei Jahren zuvor erhöhten sich die Preise für Dienstleistungen im Jahresdurchschnitt deutlich (2024: +3,8 Prozent; 2023: +4,4 Prozent). Im Jahresdurchschnitt 2025 wurden kombinierte Personenbeförderung (+11,4 Prozent), Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (+8,7 Prozent) und Versicherungen (+7,4 Prozent) für Verbraucher spürbar teurer. Auch die Preise für viele andere Dienstleistungen wie stationäre Gesundheitsdienstleistungen (+6,7 Prozent), Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (+5,5 Prozent), Pauschalreisen (+4,6 Prozent) oder Gaststättendienstleistungen (+4,0 Prozent) erhöhten sich von 2024 bis 2025 deutlich. Die für die Preisentwicklung bedeutsamen Nettokaltmieten verteuerten sich im Jahresdurchschnitt 2025 um 2,1 Prozent und lagen somit knapp unterhalb der Gesamtteuerung. Dagegen verbilligten sich Telekommunikationsdienstleistungen gegenüber 2024 um 1,1 Prozent.

Waren insgesamt verteuerten sich im Jahresdurchschnitt 2025 gegenüber 2024 um 1,0 Prozent und damit deutlich weniger als Dienstleistungen. Unter den Waren erhöhten sich die Preise für Verbrauchsgüter um 1,1 Prozent. Hier wirkten sich der Preisanstieg bei Nahrungsmitteln (+2,0 Prozent) und insbesondere der Preisrückgang bei Energie (-2,4 Prozent) dämpfend auf die Jahresteuerung aus. Innerhalb der Nahrungsmittel wurden teilweise gegenläufige Preisentwicklungen beobachtet (zum Beispiel Zucker, Marmelade, Honig und andere Süßwaren: +5,9 Prozent; Obst: +4,9 Prozent, aber Speisefette und Speiseöle: -1,0 Prozent; Gemüse: -0,3 Prozent). Auch innerhalb der Nahrungsmittelgruppen standen vereinzelt spürbaren Preiserhöhungen auffällige Preissenkungen gegenüber. Darüber hinaus erhöhten sich die Preise für Verbrauchsgüter vor allem für alkoholfreie Getränke (+7,0 Prozent) und Tabakwaren (+5,0 Prozent) im Jahresdurchschnitt. Hingegen gingen bei Energie sowohl die Preise für Haushaltsenergie (-2,3 Prozent, darunter leichtes Heizöl: -5,3 Prozent; Strom: -2,2 Prozent) als auch für Kraftstoffe (-2,6 Prozent) zurück. Ohne Berücksichtigung der Energie hätte die Jahresteuerungsrate 2025 bei +2,6 Prozent gelegen. Gebrauchsgüter verteuerten sich 2025 um 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Inflationsrate in Deutschland lag im Dezember 2025 gegenüber Dezember 2024 bei +1,8 Prozent, nach jeweils +2,3 Prozent im November und Oktober 2025. Damit hat sich der Preisauftrieb zum Jahresende abgeschwächt. Im Dezember 2025 verstärkten sich insbesondere die Preisrückgänge bei Energie und dämpften somit die Inflationsrate in stärkerem Umfang: Die Preisveränderungsrate für Energie lag im Dezember 2025 gegenüber Dezember 2024 bei -1,3 Prozent, nach -0,1 Prozent im November 2025 gegenüber November 2024. Binnen Jahresfrist verbilligte sich im Dezember 2025 die Haushaltsenergie um 1,7 Prozent. Insbesondere konnten die Verbraucher von günstigeren Preisen für leichtes Heizöl (-3,6 Prozent) und Strom (-1,8 Prozent) profitieren. Deutlich teurer im Bereich der Haushaltsenergie waren hingegen Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe (+7,4 Prozent). Die Kraftstoffpreise verbilligten sich gegenüber Dezember 2024 um 0,7 Prozent. Die Inflationsrate ohne Energie lag im Dezember 2025 bei +2,2 Prozent.

Der Preisanstieg bei den Nahrungsmitteln lag im Dezember 2025 gegenüber dem Vorjahresmonat bei +0,8 Prozent, nach +1,2 Prozent im November 2025. Damit verteuerten sich Nahrungsmittel binnen Jahresfrist auch im Dezember 2025 unterdurchschnittlich. Weiterhin waren jedoch vor allem Zucker, Marmelade, Honig und andere Süßwaren (+8,8 Prozent, darunter Schokolade: +18,9 Prozent) sowie Fleisch und Fleischwaren (+3,9 Prozent, darunter Rind- und Kalbsfleisch: +14,1 Prozent; Geflügelfleisch: +6,3 Prozent) spürbar teurer. Hingegen waren insbesondere Speisefette und Speiseöle (-20,2 Prozent, darunter Butter -31,7 Prozent; Olivenöl: -17,7 Prozent) günstiger als ein Jahr zuvor.

Ohne Berücksichtigung der Preise für Nahrungsmittel und Energie hätte die Inflationsrate im Dezember 2025 bei +2,4 Prozent gelegen. Dies verdeutlicht, dass die Teuerung in anderen wichtigen Güterbereichen überdurchschnittlich war.

Die Preise für Waren insgesamt lagen im Dezember 2025 um 0,4 Prozent über denen des Vorjahresmonats. Neben der Preiserhöhung bei Verbrauchsgütern mit +0,8 Prozent, zu denen Energie und Nahrungsmittel zählen, wurden hier insbesondere alkoholfreie Getränke (+5,9 Prozent) und Tabakwaren (+4,4 Prozent) teurer. Gebrauchsgüter wurden günstiger (-0,3 Prozent).

Die Preise für Dienstleistungen insgesamt erhöhten sich im gleichen Zeitraum weiterhin überdurchschnittlich um 3,5 Prozent, darunter verteuerten sich die Nettokaltmieten um 2,2 Prozent. Deutlich teurer waren einige Dienstleistungen, unter anderen die kombinierte Personenbeförderung (+11,4 Prozent) und Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (+7,7 Prozent). Auch Versicherungsdienstleistungen für den Verkehr (+7,5 Prozent), Personenbeförderung im Schienenverkehr (+7,2 Prozent) sowie stationäre Gesundheitsdienstleistungen (+6,5 Prozent) verteuerten sich binnen Jahresfrist erheblich. Nur wenige Dienstleistungen waren im Dezember 2025 günstiger als ein Jahr zuvor, zum Beispiel Telekommunikationsdienstleistungen (-0,4 Prozent).

Im Vergleich zum November 2025 blieb der Verbraucherpreisindex im Dezember 2025 stabil (0,0 Prozent). Saisonbedingt erhöhten sich vor allem die Preise für internationale Flugtickets (+24,0 Prozent) und Pauschalreisen (+6,0 Prozent). Die Preise für Nahrungsmittel insgesamt gingen gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent zurück. Neben dem Preisanstieg bei Gemüse (+3,3 Prozent) war zudem der erneute Preisrückgang bei Butter um 12,5 Prozent auffällig, nachdem die Butterpreise bereits die letzten Monate deutlich gesunken waren (November: -4,6 Prozent; Oktober 2025: -10,0 Prozent). Die Preise für Energie insgesamt gingen hingegen gegenüber dem Vormonat um 1,1 Prozent zurück, insbesondere die Kraftstoffpreise (-2,2 Prozent), so die Statistiker.

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