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Bad Honnef-Aegidienberg. Vom 6. bis 15. März richten sich die Blicke der paralympischen Sportwelt nach Italien: Dort finden die Winter-Paralympics statt. Mit dabei ist auch der deutsche Eishockey-Nationalspieler Marcel Malchin. Kurz vor seiner Abreise engagierte sich der Spitzensportler noch einmal für ein besonderes Anliegen.
Im Rahmen des Inklusionsmobils besuchten Malchin und Projektassistentin Josina Anraad heute Vormittag die Theodor-Weinz-Grundschule in Aegidienberg. Ziel des Projekts ist es, Kindern und Jugendlichen Berührungsängste zu nehmen und ihnen zu zeigen, wie Sport Menschen mit und ohne Beeinträchtigung verbindet. Ein wichtiges Anliegen, denn: Rund 13 Millionen Menschen mit Beeinträchtigung leben in Deutschland, mehr als die Hälfte von ihnen treibt keinen Sport. Bei Kindern und Jugendlichen sind es 39 Prozent, die nie sportlich aktiv sind.
Um dem entgegenzuwirken, bringt das Inklusionsmobil den Sport direkt an die Schulen. Auf dem Programm in Aegidienberg standen Basketball im Sportrollstuhl sowie Blindensport. Die Schülerinnen und Schüler verstanden die Abläufe schnell – und merkten sofort, wie sehr es auf Teamarbeit und gegenseitige Unterstützung ankommt. Gerade im Blindensport ist Assistenz gefragt.
Deshalb schlüpfte jedes Kind sowohl in die Rolle der Sportlerin oder des Sportlers als auch in die der assistierenden Person. So erlebten die Teilnehmenden Inklusionssport aus zwei Perspektiven und entwickelten ein starkes Bewusstsein für soziales Miteinander und Verantwortung.
Beim anschließenden Basketballspiel rückte dann auch der sportliche Wettbewerb in den Vordergrund. Nachdem sich die Kinder an die Sportrollstühle gewöhnt hatten, konnte das Match beginnen. Anderthalb Stunden lang waren die Schülerinnen und Schüler mit großer Konzentration und spürbarer Begeisterung dabei – eine Erfahrung, die Josina Anraad regelmäßig macht.
Marcel Malchin weiß aus eigener Erfahrung, welche Chancen der Sport eröffnet. Trotz seiner Beeinträchtigung schaffte er es bis in die Nationalmannschaft und wurde mit dem deutschen Team bereits Fünfter bei der Weltmeisterschaft im Eishockey.
Sein Besuch in Aegidienberg zeigte eindrucksvoll: Sport verbindet, baut Barrieren ab und eröffnet Möglichkeiten – mit und ohne Beeinträchtigung. Und am besten funktioniert das, wenn man ihn gemeinsam betreibt.
Deshalb wünscht sich Josina Anraad, dass mehr Menschen mit und ohne Behinderung zusammen Sport machen, Barrieren im Kopf abgebaut und Menschen mit Behinderungen in jeden Bereich des Lebens integriert werden.
Das Inklusionsmobil ist ein Projekt von Aktion Mensch in Kooperation mit dem Deutschen Behindertensportverband (DBS) und REWE. Gestartet ist es 2025 . Es macht Station bei Veranstaltungen, Vereinen und Schulen und bietet sportliche Mitmachaktionen, Informationen und Workshops an.







