unwetterkatastrophe Heimerzheim
Überschwemmungsgebiet in Swistal-Heimerzheim - Foto: Bundespolizei

Region – Auch heute setzen die Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, Bundeswehr, THW und Hilfsorganisationen im Rhein-Sieg-Kreis und im Kreis Euskirchen die durch die Verwüstungen stark erschwerte Suche nach den Vermissten fort. Hierfür begehen Polizeikräfte gemeinsam mit den Einsatzkräften von Feuerwehr und Katastrophenschutz sowie mit Statikern nicht einsturzgefährdete Gebäude und suchen nach Opfern.

Am Dienstagmittag (20. Juli) haben Einsatzkräfte mit Unterstützung eines Leichenspürhundes einen weiteren, noch nicht identifizierten, Toten im Katastrophengebiet in Bad Münstereifel gefunden. Damit wurden der Polizei Köln (Stand 17 Uhr), neben den zwei in Köln gefundenen Toten, aus dem Kreis Euskirchen 27 und aus dem Bereich des Rhein-Sieg-Kreises neun Tote gemeldet. Aussagen zur Identität, Alter, Auffindeort und Todesumständen wird die Polizei zum Schutz der Angehörigen weiterhin nicht veröffentlichen.

Vielzahl der Vermisstenmeldungen geklärt:

Mehr als 850 als vermisst gemeldete Menschen haben die Ermittler mittlerweile telefonisch erreicht. Die Polizei sucht aktuell noch nach 14 Menschen aus dem Raum Bonn/Rhein-Sieg-Kreis und 2 aus dem Kreis Euskirchen.

Einsatz zur Sicherung von Eigentum geht weiter:

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Auch heute sind wieder über 500 Polizisten im Einsatz, um neben der Vermisstensuche auch weiterhin das Hab und Gut der von der Naturkatastrophe getroffenen Menschen in den Kreisen Rhein-Sieg und Euskirchen zu schützen. In den Katastrophengebieten stellen die Einsatzkräfte vermehrt sogenannte “Schrotthändler” fest, die häufig glauben, dass am Straßenrand stehende Möbel Müll sein könnten und mitgenommen werden dürfen. Die von der Flut geschädigten Menschen trocknen ihren zum Teil noch nutzbaren Besitz am Straßenrand oder aber wollen diesen dort reinigen. Das Einsammeln dieser, zum Teil sehr persönlichen, Gegenstände durch die “Sammler” wird in jedem Fall strafrechtlich verfolgt. Die Polizei nimmt jeden Hinweis auf mögliche Plünderungen und/oder Diebstähle ernst. Einsatzkräfte fahren im Katastrophengebiet Streife und sind für die Menschen jederzeit ansprechbar oder über den Notruf erreichbar. (mw/rr)

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