Bad Honnef. Nach dem Besuch taiwanesischer Feuerwehrkräfte zum Frühlingsfest hat das Technische Hilfswerk (THW) Bad Honnef erneut internationale Gäste empfangen. Am vergangenen Sonntag verfolgten Vertreter der National Fire Administration (NFA) aus Taiwan die Grundausbildung der Helferanwärter und gewannen dabei Einblicke in die Arbeitsweise des deutschen Zivil- und Katastrophenschutzes.
Die Delegation aus Taiwan treibt derzeit den Ausbau eines eigenen Trainingszentrums in Nantou voran, das künftig als regionaler Stützpunkt für die Ausbildung von Katastrophenschützern dienen soll. Im Rahmen ihres Aufenthalts hospitieren zwei NFA-Mitarbeiter für rund zwei Wochen beim THW. Ziel ist es, Strukturen, Ausbildungsinhalte und Einsatzmöglichkeiten des THW kennenzulernen.
Während der Ausbildung in Bad Honnef demonstrierten die Helferanwärter unter anderem den Aufbau eines sogenannten Dreibocks. Diese vielseitige Hilfskonstruktion kann je nach Einsatzlage unterschiedlich genutzt werden – etwa zum Heben und Senken von Lasten und Personen, beim Bau von Hängestegen oder zum Tragen von Versorgungsleitungen. Ausgestattet mit zusätzlicher Technik, wie etwa Umlenkrollen, sind Traglasten von bis zu 4.000 Kilogramm möglich.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Einsatz hydraulischer Rettungsgeräte. Schere und Spreizer kommen insbesondere bei der Rettung eingeklemmter oder verschütteter Personen zum Einsatz. Während der Spreizer dazu dient, Trümmerteile anzuheben oder Fahrzeugtüren zu öffnen, wird die Schere zum Durchtrennen von Metall eingesetzt.
Den Abschluss des Besuchs bildete eine Rundfahrt auf dem Rhein mit dem Mehrzweckarbeitsboot (MzAB) der Fachgruppe Wassergefahren. Trotz zwischenzeitlicher Regenschauer zeigten sich die Gäste und Gastgeber gut gelaunt. Zum Abschied tauschten die Beteiligten traditionell Patches aus, bevor die Delegation ihre Reise zur THW-Schule nach Hoya fortsetzte.
red / Quelle: THW Bad Honnef/Sylvia Hallerbach
Fotos: Sylvia Hallerbach & Sascha Schützeichel










