Bonn. Die Stadt Bonn will mit weiteren Maßnahmen auf die angespannte Verkehrssituation infolge der Sperrung der Nordbrücke reagieren. Nach Angaben der Stadt hat die sogenannte Taskforce Nordbrücke unter anderem beschlossen, Busse künftig über die Gleise der Stadtbahn auf der Kennedybrücke fahren zu lassen.
Voraussetzung für die Umsetzung war die Genehmigung durch die Technische Aufsichtsbehörde (TAB) der Bezirksregierung Düsseldorf. Diese liege inzwischen vor, teilte die Stadt mit. Fachleute der Stadtverwaltung und der Stadtwerke arbeiteten nun daran, die Maßnahme möglichst schnell umzusetzen. Eine entsprechende Bauleistung soll demnach in Kürze ausgeschrieben werden.
Oberbürgermeister Guido Déus sieht in der geplanten Mitnutzung der Stadtbahngleise eine Möglichkeit, den Busverkehr über die Kennedybrücke zu beschleunigen. „Die Idee, dass Busse zur Verbesserung des Verkehrs über die Gleise der Kennedybrücke fahren könnten, verfolge ich schon lange“, wird Déus in der Mitteilung zitiert. Von der Maßnahme verspreche er sich eine nachhaltige Entlastung und eine Beschleunigung des Verkehrs über den Rhein.
Änderungen auch auf der Oxfordstraße
Weitere Anpassungen betreffen die Verkehrsführung auf der Oxfordstraße. Dort war im Zuge der Wiedereinführung eines teilweise vierspurigen Kfz-Verkehrs zwischen Sterntorbrücke und Wilhelmstraße nach Angaben der Stadt zunächst nicht ausreichend Platz für einen Radschutzstreifen vorhanden. Der Radverkehr wurde deshalb abschnittsweise über die Sterntorbrücke, den Friedensplatz und die Wilhelmstraße umgeleitet.
Die Taskforce habe nun eine Lösung beschlossen, bei der der Linksabbieger in Richtung Wilhelmstraße nicht vollständig entfällt, sondern verkürzt wird. Dadurch sollen sowohl das Linksabbiegen für den motorisierten Verkehr als auch ein Radschutzstreifen möglich bleiben. Die Stadt schätzt die verkürzte Aufstellfläche nach eigenen Angaben für das dortige Verkehrsaufkommen als ausreichend ein.
In den kommenden Tagen soll das Tiefbauamt die Mittelinsel auf der Oxfordstraße umbauen. Anschließend sollen die Markierungen angepasst und der Schutzstreifen für den Radverkehr eingerichtet werden.
Zudem will die Stadt Teile der bestehenden weißen Fahrbahnmarkierungen vorübergehend entfernen. Dadurch soll die gelbe Markierung der derzeitigen, vorläufigen Verkehrsführung besser erkennbar werden.
Nach Angaben von Oberbürgermeister Déus will die Taskforce die Auswirkungen der einzelnen Maßnahmen fortlaufend beobachten und bewerten. Sollte eine erwartete Verbesserung ausbleiben, könnten Regelungen nachgebessert oder auch wieder aufgehoben werden. Die schwierige Verkehrssituation infolge der Sperrung der Nordbrücke werde die Stadt nach seinen Worten weiterhin zu kurzfristigen Anpassungen zwingen.










