Bad Honnef. Der Regionalverband Unteres Mittelrheintal des Architekturvereins Stadtbild Deutschland e. V. hat einen gestalterischen und nachhaltigen Impuls für die mögliche Weiterentwicklung des Sparkassengebäudes in der Bad Honnefer Innenstadt vorgestellt. Anlass sind Überlegungen der Sparkasse Köln-Bonn, das Gebäude baulich zu verändern. Über das Vorhaben informierte Honnef Heute und berichtete der GA.
Kern des Konzepts ist der vollständige Erhalt des bestehenden Betonkerns des heutigen Gebäudes. Damit soll bewusst auf einen Abriss verzichtet und stattdessen die im Baukörper gebundene graue Energie erhalten werden. „Gerade bei Gebäuden der 1960er- und 1970er-Jahre liegt ein großes, oft unterschätztes Potenzial für nachhaltige Weiterentwicklung im Bestand“, erklärt der Regionalverband. Der Entwurf zeige, dass städtebauliche Qualität und Ressourcenschonung keine Gegensätze seien.
Vorgesehen ist eine klassisch-moderne Fassadengestaltung mit glatten Putzflächen, hochformatigen Sprossenfenstern und einer neu gegliederten Erdgeschosszone mit bogenförmig ausgebildeten Schaufenstern. Die bestehende Kubatur, die Fachwerkgaube sowie die Nutzung des Erdgeschosses als Ladengeschäft bleiben erhalten. Ziel sei ausdrücklich keine Rekonstruktion, sondern eine gestalterische Neuordnung, die sich an der historischen Stadtstruktur orientiert und zugleich zeitgemäßen Anforderungen gerecht wird.
Mit dem Vorschlag möchte der Architekturverein eine Diskussion über nachhaltige Umbaukultur anstoßen. „Nicht immer muss die Abrissbirne die erste Option sein“, heißt es. Vielmehr könne der sensible Umgang mit vorhandener Bausubstanz ein wichtiger Beitrag zu Klimaschutz, Ressourcenschonung und Stadtbildpflege sein.
Der Regionalverband Unteres Mittelrheintal sieht den Entwurf als Impuls und Gesprächsangebot an die Sparkasse Köln-Bonn sowie an Politik und Öffentlichkeit.
Regionalverband Unteres Mittelrheintal
Architekturverein Stadtbild Deutschland e. V.







