Bad Honnef. Für das geförderte Klimaschutzmanagement hat die Stadt Bad Honnef bis zum 21. September 2026 insgesamt 536.134,18 Euro ausgegeben. Dem stehen Bundesmittel in Höhe von 174.814,74 Euro gegenüber. Das geht aus einer Mitteilungsvorlage der Stadtverwaltung für den Umweltausschuss hervor, der sich am 8. Oktober mit den finanziellen Auswirkungen des Klimaschutzmanagements befasst.
Der größte Kostenblock entfällt auf das Personal: Seit Beginn des Förderzeitraums am 1. Februar 2022 sind dafür 314.855,52 Euro angefallen. Hinzu kommen projektbezogene Ausgaben in Höhe von insgesamt 221.278,66 Euro.
Thermografie und Klimaschutztage als größere Ausgabenposten
Bei den projektbezogenen Kosten schlägt das Thermografie-Projekt „Climap“ mit 71.928,37 Euro zu Buche. Für die Erstellung des Klimaschutzkonzepts wurden 61.340,59 Euro ausgegeben. Die Klimaschutztage kosteten bislang 47.943,82 Euro.
Weitere 19.174,07 Euro entfielen auf den Aufbau und die Unterstützung ehrenamtlicher Klimaschutzaktivitäten. Dazu zählen nach Angaben der Stadt insbesondere Projekte unter den Bezeichnungen #WirFürsKlima und KliKKS sowie Aktivitäten der Teams Energie, Mobilität, Klimaanpassung und Kreativ.
Für Öffentlichkeitsarbeit weist die Vorlage 8.130,66 Euro aus. Unter „Sonstiges“ fasst die Verwaltung unter anderem Ausgaben für die Aktualisierung der Treibhausgasbilanz, das Klimaschutz-Dashboard sowie den Klima- und Umweltbeirat zusammen. Dafür wurden 8.337,74 Euro aufgewendet.
Beratung und Information für Bürger
Mit 4.423,41 Euro fällt die Position „Beratungsangebote und Informationskampagnen“ vergleichsweise gering aus. Darunter fallen laut Verwaltung das Netzwerk Energieberatung, die Bad Honnefer Heizungsgespräche, Solar- und Photovoltaik-Informationskampagnen sowie das Klimaversprechen und weitere Beratungsformate.
Die Bundeszuweisung für das Klimaschutzmanagement belief sich bis zum Stichtag auf 174.814,74 Euro. Damit liegt sie deutlich unter den bislang ausgewiesenen Gesamtausgaben. Aus der Vorlage geht allerdings nicht hervor, wie die Finanzierung der verbleibenden Kosten im Einzelnen aufgeteilt ist.
Weitere Klimaschutzmaßnahmen nicht eingerechnet
Die genannten Summen bilden nicht sämtliche kommunalen Ausgaben für Klimaschutz und Mobilität ab. Nicht enthalten sind insbesondere Kosten für die kommunale Wärmeplanung, das Klimaanpassungskonzept, das Mobilitätskonzept und weitere Mobilitätsmaßnahmen. Diese werden teilweise über andere Förderprogramme finanziert.
Das geförderte Klimaschutzmanagement läuft nach den Angaben der Stadt noch bis zum 31. Januar 2027. Die Mitteilung im Umweltausschuss dient der Kenntnisnahme und soll die bislang entstandenen Ausgaben den erhaltenen Fördermitteln gegenüberstellen.










Und was hat das viele Geld gebracht?
Was wurde für 536.000 Euro erreicht?
Zum Bericht über die bisherigen Kosten des Klimaschutzmanagements in Bad Honnef stellt sich für mich eine einfache, aber wichtige Frage: Was wurde für die bislang ausgegebenen 536.134 Euro tatsächlich erreicht?
Seit Februar 2022 sind allein rund 315.000 Euro Personalkosten angefallen, weitere rund 221.000 Euro für Projekte. Dem stehen etwa 175.000 Euro Bundesförderung gegenüber. Das bedeutet: Ein erheblicher Teil der Kosten bleibt letztlich bei der Stadt und damit bei den Bürgerinnen und Bürgern.
Natürlich wurden ein Klimaschutzkonzept erstellt, eine Wärmeplanung erarbeitet, Thermografie angeboten, Klimaschutztage veranstaltet und Beratungsangebote geschaffen. Auch weitere Maßnahmen wurden angestoßen.
Doch Konzepte, Veranstaltungen, Beratungen und Arbeitsgruppen sind zunächst Aktivitäten – noch keine messbaren Klimaschutzerfolge.
Deshalb sollte die Stadt den Bürgerinnen und Bürgern eine klare Bilanz vorlegen:
Wie viele Tonnen CO₂ wurden durch die bisherige Arbeit tatsächlich eingespart? Wie viel Energie wurde eingespart? Wie viele konkrete Sanierungen, Photovoltaikanlagen oder Heizungsumstellungen wurden durch die städtischen Maßnahmen zusätzlich erreicht? Und wie hoch sind die Kosten pro eingesparter Tonne CO₂?
Gerade weil das Klimaschutzkonzept selbst ein entsprechendes Controlling vorsieht, sollte nach mehr als vier Jahren Klimaschutzmanagement eine solche Bilanz möglich sein.
Es geht dabei nicht darum, Klimaschutz grundsätzlich infrage zu stellen. Es geht um Transparenz und einen nachvollziehbaren Umgang mit öffentlichen Geldern.
536.000 Euro sind viel Geld. Deshalb sollte die Stadt nicht nur berichten, was sie getan hat, sondern vor allem zeigen, was dadurch konkret erreicht wurde.
Die entscheidende Frage lautet daher:
Was ist bis heute für dieses Geld tatsächlich erreicht worden?
Na ja, wenn ich mir so einige Straßen in Bad Honnef anschaue. Und dann noch die ein und andere Schule. Egal, Klimaschutz geht vor. Herrje ist das eine Farce.
Hauptsache die Stadt feiert sich für teuren Klimaschutz, neue Abfalleimer, Festauftritte und Bügelbrett-Guinnessbuch-Rekord sowie Geschäftseröffnungen mit vielen bunten Bildern in der Presse und posts auf Social Media … Was ist mit Sanierung von Infrastruktur und Schulen, Digitalisierung/Effizienz/Einsparung bei Behörden/Verwaltung, professionelle Übermittagsbetreuung/OGS, Pflege von Grünanlagen etc.? Stattdessen leistet sich die Stadt 2 Ehrenamtskoordinatoren und 1 Vereinsbeauftragten für die Koordinierung des ehrenamtlichen Engagements von Bürgern privat/in Vereinen und schreibt sich deren Erfolge auch noch auf die eigene Fahne (gab es diese früher auch?). 3 Angestellte für Wirtschaftsförderung leistet die Stadt sich auch – mit welchen messbaren Erfolg? Über 200 Stadtangestellte hat die Stadt (wobei kein städtischer Kindergarten vorhanden ist!) – einer der größten Arbeitgeber in der näheren Umgebung! Mir wird Angst und Bange vor den nächsten Wahlen! Und nein, ich bin kein miesepetriger Spaßverderber, sondern nur ein besorgter Realist, der sich nicht von bunten Bildern beeindrucken lässt!
Das sehe ich genauso, es wird viel Geld für nichts ausgegeben und die wesentlichen Dinge geflissentlich übersehen. Da muss man sich wirklich nicht wundern…