Königswinter-Oberdollendorf. Der Neubau der L193-Brücke in Oberdollendorf erreicht am Samstag, 24. Oktober, eine entscheidende Phase. An diesem Tag soll die rund 85 Meter lange Stabbogenbrücke über fünf Bahngleise an ihren endgültigen Standort bewegt werden. Damit der Einschub im vorgesehenen Zeitfenster gelingt, wird auf der Baustelle von Montag, 19. Oktober, 7 Uhr, bis Montag, 26. Oktober, 7 Uhr, rund um die Uhr gearbeitet. Dazu gehören auch Nachtarbeiten, für die eine Ausnahmegenehmigung vorliegt.
Für den Brückeneinschub muss zunächst ein Gleisschutz hergestellt werden, der zugleich als Fahrfläche für spezielle Schwerlastfahrzeuge dient. Mit diesen selbstfahrenden Modultransportern wird die Stahlkonstruktion über die Gleise bewegt. Die Fahrzeuge müssen dabei exakt aufeinander abgestimmt werden, damit die Brücke millimetergenau ihre endgültige Position erreicht.
Mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer
Die neue, 85 Meter lange und 15 Meter breite Stabbogenbrücke ersetzt das bisherige Bauwerk. Vorgesehen sind zwei jeweils 3,50 Meter breite Fahrstreifen, ein drei Meter breiter gemeinsamer Geh- und Radweg auf der Ostseite sowie ein zwei Meter breiter Gehweg auf der Westseite. Damit sollen sich insbesondere die Bedingungen für den Fuß- und Radverkehr verbessern.
Nach dem Einschub stehen noch der Fahrbahnaufbau, die Asphaltierung sowie die Fertigstellung der Dämme und Geh- und Radwege an. Die Verkehrsfreigabe ist für Anfang 2027 vorgesehen. Nach Angaben von Straßen.NRW liegt das Projekt weiterhin im Zeitplan.
Die Baukosten belaufen sich auf rund 20 Millionen Euro. Finanziert wird das Vorhaben aus Mitteln des Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaneutralität im Rahmen des „Nordrhein-Westfalen-Plans für gute Infrastruktur“.
Straßen.NRW bittet die Anwohnerinnen und Anwohner um Verständnis für mögliche Beeinträchtigungen durch die Nachtarbeiten.
Von Redaktion Honnef heute / Quelle: Straßen.NRW (redaktionell bearbeitet).









