Bad Honnef. Nachdem die Bad Honnefer Leichtathleten bereits erfolgreich in die Freiluftsaison gestartet waren, wollten sie ihre guten Leistungen weiter ausbauen und trotz eingeschränkter Trainingsmöglichkeiten auch 2026 an die bisherigen Erfolge anknüpfen.
Einen weiteren Schritt in diese Richtung machten die Athletinnen und Athleten am 17. Mai beim Sportfest in Solingen. Besonders erfolgreich präsentierte sich Tristan Jansen (M11). Mit 8,11 Sekunden gewann er den 50-Meter-Sprint und sicherte sich damit die Goldmedaille. Im Ballwurf kam er mit 36,00 Metern auf den dritten Platz. Sein älterer Bruder Kilian Jansen (M13) absolvierte die 75 Meter in 11,58 Sekunden und trat ebenso im Weitsprung an wie seine gleichaltrige Vereinskollegin Marilena Grewe. Trotz der Silbermedaille im Weitsprung zeigte sich Grewe mit ihren 4,43 Metern nicht vollständig zufrieden.
Die älteren Athletinnen Emilia Parketny, Frieda Strack, Julia Brück und Victoria Turner mussten im 100-Meter-Sprint einmal mehr mit den für Solingen typischen schwierigen Wetterbedingungen zurechtkommen. Trotz der äußeren Umstände zeigten alle vier solide Leistungen. Emilia Parketny erreichte sogar den Silberrang. Neue persönliche Bestleistungen waren unter diesen Bedingungen jedoch kaum möglich. Die bereits zuvor mit der 4×100-Meter-Staffel erreichte Qualifikation für die Landesmeisterschaften sorgte dennoch für Zuversicht. Mit einer Zeit von 54,64 Sekunden gewann das Quartett über die Stadionrunde zudem die Silbermedaille.
Bereits eine Woche zuvor hatte die 4×75-Meter-Staffel der U14 bei den Regionsmeisterschaften die Qualifikation für die Landesmeisterschaften geschafft. In Solingen bestätigten Yüsra Güngör, Irmina Peter, Sarah Anderlitschka und Marilena Grewe ihre starke Form und wiederholten ihren Vorjahressieg.
Nach einer kurzen Wettkampfpause ging es am 6. Juni beim Dreikampf-Meeting in Olpe weiter. Dort baute Tristan Jansen seine Medaillensammlung eindrucksvoll aus. Mit exakt 8,00 Sekunden im Sprint, 4,03 Metern im Weitsprung und 35,50 Metern im Ballwurf gewann er jede einzelne Disziplin und sicherte sich mit hervorragenden 1.034 Punkten souverän den Gesamtsieg im Dreikampf.
Auch Kilian Jansen zeigte eine starke Leistung. Im Ballwurf erreichte er mit dem 200-Gramm-Ball dieselbe Weite wie sein Bruder. Zudem verbesserte er seine Sprintzeit auf 11,32 Sekunden und verpasste das Podium als Vierter nur knapp.
Marilena Grewe legte mit ihren Leistungen im Sprint und Weitsprung den Grundstein für den Gesamtsieg. Ihre 27,00 Meter im Ballwurf reichten aus, um den Dreikampf für sich zu entscheiden, obwohl dies nicht die beste Tagesweite ihrer Altersklasse war.
Die beiden folgenden Wochenenden standen ganz im Zeichen der Landesmeisterschaften. Den Anfang machte die U16-Sprintstaffel im Grenzlandstadion in Mönchengladbach. Mit drei fehlerfreien Staffelwechseln und einer Zeit von 54,73 Sekunden kamen Victoria Turner, Julia Brück, Frieda Strack und Emilia Parketny bis auf wenige Hundertstelsekunden an ihre Qualifikationszeit heran. Damit ließen sie unter anderem Staffeln aus Aachen, Düsseldorf und Essen hinter sich. Dass die vier Athletinnen dennoch nicht vollkommen zufrieden waren, zeigt ihren hohen sportlichen Anspruch. Die angestrebte neue persönliche Bestleistung soll nun beim End-of-Season-Meeting im September in Dortmund folgen.
Am 20. und 21. Juni standen schließlich die Landesmeisterschaften der U14 auf dem Programm. Marilena Grewe und Irmina Peter erreichten am ersten Wettkampftag im Einzelsprint jeweils Platzierungen unter den besten 20 ihrer Altersklasse. Am zweiten Tag verstärkten Janna Wolpert und Sarah Anderlitschka das Team für die 4×75-Meter-Staffel. Gemeinsam unterbot das Quartett den bisherigen Vereinsrekord um vier Zehntelsekunden und erreichte mit starken 41,15 Sekunden einen hervorragenden achten Platz.
Zum zweiten Mal in Folge hatte sich auch Kilian Jansen für die Landesmeisterschaften im Speerwurf qualifiziert. Nachdem er im Februar in Düsseldorf überraschend die Bronzemedaille gewonnen hatte, verlief der Wettkampf in Aachen diesmal nicht nach seinen Vorstellungen. Solche Tage gehören jedoch zum Leistungssport dazu. Mit Unterstützung seines Teams wird er den Wettkampf schnell abhaken und den Blick nach vorne richten. Denn mittlerweile ist allen bekannt, welches Potenzial in ihm steckt.
red / Sebastian Stüber – LV Bad Honnef









