Neustadt/Windhagen. Ein brennender Sattelzug hat am Dienstagnachmittag auf der Autobahn A3 nahe Epgert einen Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungskräften ausgelöst und für erhebliche Verkehrsbehinderungen gesorgt. Die Fahrtrichtung Frankfurt musste über mehrere Stunden voll gesperrt werden. Im kilometerlangen Rückstau kam es später zu einem schweren Verkehrsunfall.
Gegen 15:30 Uhr gingen bei der Leitstelle mehrere Notrufe ein. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand der LKW bereits in Vollbrand. Die Flammen griffen zudem auf eine rund 100 Quadratmeter große Böschung über. Die Einsatzkräfte leiteten umgehend umfangreiche Löschmaßnahmen ein.
Besondere Vorsicht war wegen eines LNG-Tanks an der Zugmaschine geboten. Dieser wurde durchgehend gekühlt, um eine mögliche Explosion zu verhindern. Parallel führten die Einsatzkräfte Messungen durch, um Gefahren auszuschließen.
Die Löscharbeiten gestalteten sich aufwendig: Der mit Stückgut beladene Sattelzug musste teilweise entladen werden, um Glutnester ablöschen zu können. Dabei unterstützte ein Abschleppunternehmen mit einem Radlader. Zusätzlich wurde ein Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen eingerichtet, um die Wasserversorgung sicherzustellen. Gegen Ende der Arbeiten entdeckten die Einsatzkräfte eine undichte Stelle an einem LNG-Tank, die umgehend gesichert wurde.
Während der Maßnahmen blieb die A3 in Richtung Frankfurt über Stunden gesperrt. Der Verkehr wurde ab der Anschlussstelle Neustadt abgeleitet, dennoch bildete sich ein langer Rückstau.

Am späten Abend kam es dann am Stauende bei Windhagen zu einem weiteren Einsatz: Gegen 21:45 Uhr fuhr ein PKW auf einen LKW auf. Der Autofahrer konnte sich selbst aus seinem Fahrzeug befreien, erlitt jedoch schwere Verletzungen und wurde vom Rettungsdienst versorgt. Der LKW-Fahrer wurde leicht verletzt. Die Feuerwehr sicherte die Unfallstelle ab.
Im Einsatz waren die Feuerwehr Neustadt, die Einheiten Etscheid und Pleckhausen sowie das DRK aus Horhausen zur Absicherung der Einsatzkräfte. Für die Feuerwehr endete der Einsatz gegen 1:00 Uhr in der Nacht. Die Bergungsarbeiten am ausgebrannten LKW dauerten darüber hinaus an.
red / Quelle: Freiw. Feuerwehr Verbandsgemeinde Asbach









