Bonn. Die Stadt Bonn hat die Verkehrsführung für Radfahrende auf der Kennedybrücke geändert. Hintergrund ist nach Angaben der Stadt der deutliche Anstieg des Radverkehrs infolge der Sperrung der Nordbrücke. Künftig dürfen Radfahrer die beiden Brückenradwege nur noch jeweils in einer Fahrtrichtung nutzen.
Die Bundesstadt Bonn hat auf die stark gestiegenen Radverkehrszahlen auf der Kennedybrücke reagiert und die bisher als Zweirichtungsradwege ausgewiesenen Wege in Einrichtungsradwege umgewandelt. Wie die Stadt mitteilt, stieg die Zahl der Radfahrenden an Werktagen von knapp 9.000 im Mai auf fast 15.000 im Juni.
Nach Angaben der Stadt soll die neue Verkehrsführung die Unfallgefahr reduzieren, die durch den Begegnungsverkehr auf den Radwegen entstanden sei. Seit der Umstellung dürfen Radfahrende in Richtung Bonner Innenstadt ausschließlich den nördlichen Radweg nutzen. Wer nach Beuel fährt, muss den südlichen Radweg verwenden.
Um auf die Änderungen aufmerksam zu machen, wurden nach Angaben der Stadt an beiden Enden der Kennedybrücke zusätzliche Verkehrs- und Hinweisschilder aufgestellt. Auf der Bonner Seite befinden sich diese im Bereich des Dorint-Hotels, auf der Beueler Seite am Brückenforum. Neben Verbotsschildern weisen Schilder auf die geänderte Verkehrsführung hin. Zudem wurden sogenannte „Papp-Polizisten“ aufgestellt.
Ergänzend dazu ließ die Stadt die Fahrradpiktogramme auf den Radwegen mit Fahrtrichtungspfeilen versehen. Die Markierungen auf dem Radweg in Richtung Beuel wurden bereits angebracht, die auf der nördlichen Seite in Fahrtrichtung Bonn sollten am Donnerstag folgen.
Die Stadtverwaltung appelliert an alle Radfahrenden, die neue Verkehrsregelung zu beachten. Der Kommunale Ordnungsdienst und die Polizei kontrollieren nach Angaben der Stadt bereits die Einhaltung der neuen Verkehrsführung. Wer die Kennedybrücke entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung befährt, muss mit einem Bußgeld zwischen 25 und 35 Euro rechnen.
Darüber hinaus plant die Stadt Bonn eine Umgestaltung der Verkehrsinseln an den Enden der Kennedybrücke. Ziel sei es, mehr Aufstellfläche für den Fuß- und Radverkehr an den Ampelanlagen entlang der Bundesstraße 56 zu schaffen. Die Maßnahmen sollen nach Möglichkeit mit geplanten Umbauarbeiten auf der Brücke verbunden werden, die unter anderem eine Mitnutzung der Stadtbahntrasse durch Busse ermöglichen sollen. Nach Angaben der Stadt laufen hierzu derzeit Abstimmungsgespräche.
Die aktuellen Zahlen der Bonner Fahrradzählstellen können auf dem Internetportal der Stadt Bonn eingesehen werden.










