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Mein Gott, Dragons – 63:67 gegen TV Langen

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Bad Honnef | Das war unnötig! Die Dragons Rhöndorf haben am Samstagabend ihr Heimspiel gegen den TV Langen mit 63:67 (39:32) verloren. Dabei verspielten die Kaminski-Schützlinge vor 950 Zuschauern im DragonDome einen zwischenzeitlichen Vorsprung von 15 Punkten.

Headcoach Boris Kaminski hatte vor der Partie mehr Konstanz während der 40 Minuten von seiner Mannschaft eingefordert. Doch genau diese ließen die Dragons auch diesmal wieder vermissen. Schon im ersten Viertel wurde ein Sieben-Punkte-Vorsprung aus der Hand gegeben. Nach dem Seitenwechsel wurde es sogar noch schlimmer. Als Mitte des dritten Viertels 15 Zähler zwischen beiden Teams lagen, sahen die Gastgeber schon wie der sichere Sieger aus (49:34). Doch angeführt von Nick Freer, der in der zweiten Halbzeit 16 seiner insgesamt 20 Punkte erzielte, starteten die Gäste eine beherzte Aufholjagd, die kurz vor Schluss tatsächlich von Erfolg gekrönt war. Aus Sicht der Dragons waren vor allem die teilweise haarsträubenden 25 Ballverluste einer der Gründe für die absolut vermeidbare Niederlage.

Die Drachen starteten mit einer hohen Intensität in die Partie und konnten sich durch sechs Punkte des hellwachen Remigijus Untulis schnell auf 9:3 absetzen (3´). Auch, weil zunächst eine klare Überlegenheit im Rebound, speziell am offensiven Brett, zu verzeichnen war. Da auch in der Defensive die Aggressivität vorhanden war, führten Ballgewinne zu leichten Fastbreak-Punkten. Als in der 6. Minute Florian Wendeler per Dunking abschloss, lagen die Gastgeber mit sieben Punkten vorne (15:8). Doch wie schon in den vorherigen Spielen leisteten sich die Dragons in der Folge eine kurze Auszeit, was Langen sofort bestrafte. Erst netzte Ex-Drache Gianluca Raebel einen Dreier, ein, dann legte Benedikt Nicolay nach. Als dann auch noch Martinis Woody aus kurzer Distanz traf, lagen die Gäste nach dem ersten Viertel sogar in Front (16:18).

Doch die Hausherren brauchten nicht lange, um nach der ersten Pause zurückzuschlagen. Savo Milovic brachte per Dreier die erneute Führung. Kurz darauf waren es zweimal Tim Schönborn und erneut Milovic, die von „Downtown“ erfolgreich waren. Binnen nicht einmal drei Minuten setzten sich die Drachen so wieder auf neun Punkte ab (30:21/13´). Zwei Freiwürfe von Theron Laudermill schlossen schließlich einen 13:2-Lauf der Dragons ab und bauten den Vorsprung sogar noch weiter aus (35:23/15´). Da aber Langens Martinis Woody langsam warm wurde und sich gegen die Rhöndorfer Rebound-Überlegenheit stemmte, blieben die Gäste weiter in Reichweite. Zur Halbzeit lagen aber immer noch sieben Zähler zwischen beiden Mannschaften (39:32).

Dieser Abstand sollte nach dem Seitenwechsel zunächst weiter anwachsen. Und wieder waren es erfolgreiche Dreier, die für einen immer komfortableren Spielstand sorgten. Erst war es Fabian Thülig, der von jenseits der 6,75-Meter-Linie traf. Dann legte Kapitän Viktor Frankl-Maus nach und brachte die bis dato höchste Führung der Partie (49:34/24´). Das war jedoch noch lange nicht die Entscheidung, denn Langen hatte sich noch längst nicht aufgegeben. Topscorer Nick Freer, bis dahin nahezu wirkungslos, wurde nun immer stärker und setzte mit seiner Körpersprache Zeichen. Punkt um Punkt kamen die Gäste näher und als Freer nach dynamischem Zug zum Korb vollendete, war der Abstand wieder im einstelligen Bereich (56:48/29´).

So war vor dem Schlussabschnitt weiterhin alles offen. Und Nick Freer drehte weiter auf. Die ersten neun Langener Punkte gingen alle auf das Konto des US-Boys. Bei den Dragons war nun komplett der Wurm drin und so kamen die Gäste immer näher heran. Als Maxim Schneider einen Korbleger im Rhöndorfer Korb unterbrachte, war der Vorsprung fast komplett dahin (62:60/38´). Und es kam sogar noch schlimmer, denn Freer brachte Langen kurz vor Schluss sogar in Führung (62:63/39´). Jetzt passierte das, was man lange Zeit eigentlich nicht für möglich gehalten hatte. Es wurde doch noch ein absoluter Krimi. Und wieder zogen die Drachen hier den Kürzeren. Der Korb war nun wie vernagelt und Langen blieb an der Freiwurflinie eiskalt. So sicherten sich die Gäste den auf Grund der großen kämpferischen Vorstellung verdienten Sieg.

Boris Kaminski (Headcoach Rhöndorf): „Zunächst geht der Glückwunsch an Dejan und seine Mannschaft. Sie haben sich den Sieg in der zweiten Halbzeit absolut verdient. Wir haben es Langen aber viel zu einfach gemacht, speziell im letzten Viertel. Wenn nahezu jeder meiner Spieler mindestens einen 1 gegen 0-Korbleger daneben legt, wird es natürlich schwer. Zudem sind fünf Punkte in einem Viertel vor heimischer Kulisse völlig inakzeptabel. Wir müssen das Spiel nun schnell abhaken und es dann nächste Woche gegen Saarlouis wieder deutlich besser machen. “

Dragons Rhöndorf: Kyriakides (-), Milovic (6/2 Dreier), Untulis (8), Thülig (7/1, 6 Rebounds), Tratnjek (-), Frankl-Maus (11/1, 3 Steals), Schönborn (10/2, 6 Rebounds, 4 Steals), Geretzki (3/1), Wendeler (4), Laudermill (8, 13 Rebounds), Winterhalter (6)

TV Langen: Freer (20/3), Schicktanz (1), Hoffmann (-), Raebel (6/1), Alte (2), Feimann (-), Schneider (12/2, 7 Assists, 6 Steals), Overdick (4), Nicolay (6/2), Woody (16, 13 Rebounds, 3 Steals)

Rhöndorf/Langen: Feldquote (38%/45%), 3er (7[23]/8[19]), Freiwürfe (16[26]/7[18]), Rebounds (44/35), Turnover (25/18), Assists (9/17), Steals (14/12), Blocks (4/2), Fouls (22/21)

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